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Dark Dimensions: Das Wachsmuseum


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Daily Magic Productions

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 01.05.2012
Deutsch (Normal): 14.09.2012

Silvertown scheint eine Stadt zu sein, die dunkle Dimensionen anzieht. Nachdem du die Stadt in Dark Dimensions: Stadt im Nebel von eben diesem Nebel in einem spannenden Abenteuer befreit hast, taucht selbige dunkle Dimension an einem anderen Platz erneut auf. Gleicher Name, anderes Abenteuer. Und kaum wirklich angekommen, flehen dich bereits Geister an, sie von diesem Ort zu befreien. Der, wenn man es näher betrachtet, und das wirst du tun, eher wie das Archiv nicht ausstellbarer Figuren aus Madames Tussauds Wachsfigurenkabinett wirkt. Und relativ zügig findest du ebenfalls heraus, dass diese Figuren nicht nur aus reinem Wachs bestehen. Offensichtlich lebten sie noch, als das Wachs sie traf. Die Grafiken sind durchaus geeignet ein klein wenig gruseliger, ein klein wenig dunkler zu sein, als manch einer es für einen gesunden Schlaf nötig hat.

Es hat den Anschein, als wären Luciana und ihr Zwillingsbruder ein wichtiger Punkt in der Geschichte. Lucianda gewinnt einen städtischen Schönheitswettbewerb und ist als hübsch und begabt bekannt. Ihr Bruder scheint eifersüchtig zu sein, gilt er doch eher als das schwarze Schaf der Stadt. Bis er die Ausbildung im neuen Wachsfigurenkabinett im Ort beginnt. Dort scheint er endlich Anerkennung zu finden, aber die Rivalität mit seiner Schwester geht weiter.

Dein Ziel in Dark Dimensions: Das Wachsmuseum ist es, die Stadt zu erforschen und herauszufinden, was tatsächlich passiert ist, warum die scheinbare Geschwisterrivalität dazu führte, dass eine ganze Stadt zu einer dunklen Dimension wurde. Zunächst wählst du einen der beiden Spielmodi, die sich zum einen in den Aufladezeiten von Tipp und Überspringfunktion unterscheiden, zum anderen darin, dass es beim Casual-Modus keine Strafen für schnelle oder häufige Falschklicks gibt. Gegenstände findest du in den Szenen, die zwar teilweise ihrem Titel entsprechen (Dark=Dunkel), aber trotzdem genug Licht spenden, um ausreichend sehen zu können. Mehr als dir ab und an lieb sein kann. Dein zweites Ziel ist es, nicht selber zu einer Wachsfigur zu werden. Das Angebot mag dir als Ehrung erscheinen. Ist es aber nicht.

Wimmelbilder werden meist zweimal gespielt. Anders als die Außenszenen ist hier die Farbgebung gern dunkel und auch leicht verzerrte Perspektiven helfen nicht unbedingt, alles gut zu finden. Die meisten Szenen enthalten interaktive Gegenstände. Und wenn das auch mehr Spaß macht, als einfach nur durch auf den Bildschirm starrend eine Liste abzuarbeiten, immer logisch sind die Aktionen nicht. Der Tipp aber ist gelungen, denn er wird dich in solchen Fällen zu allen benötigten Gegenständen führen. Ein Gegenstand geht am Ende in dein Inventar. Außerhalb der Wimmelbilder zeigt der Tipp dir übersehene Puzzle (manchmal auch solche, die du bereits gesehen hast, aber mangels passendem Inventarobjekt noch nicht lösen kannst) oder sagt dir, dass es an jenem Ort momentan nicht zu tun gibt.

Puzzle sind durchschnittlich, nicht neu, aber doch gut gemacht. Sie sind aus allen Bereichen, vieles ist durch reine Geduld lösbar und bieten, zumindest bei Einigen, einen Neustart, wenn man sich völlig verheddert hat. Wer allerdings Innovation oder Kreativität erwartet, der ist hier nicht am richtigen Platz. Man hat sich bei Dark Dimensions: Das Wachsmuseum an Altbewährtes gehalten. Und das nicht erfolglos. Denn sie machen durchaus Spaß und frustrieren nicht. Gleiches gilt für die Rätsel - es ist nichts, was du nicht schon gesehen hast. Und häufig ist der Gang von A nach B und zurück nach A schon ausreichend für eine solche Lösung.

Die Grafiken dagegen sind gut. Sehr gut. Sie sind atmosphärisch, gruselig, aber es ist kein Ekelhorror. Sie geben dem Spiel eine Stärke, die die Geschichte nicht hat. Gewohnt, dass Geschichten in Spielen nicht gerade Pulitzerpreis verdächtig sind, wird der Spieler auch hier keine Literatur, aber immerhin ein paar nette und unerwartete Wendungen finden. Ziemlich scheußlich ist allerdings die Kombination Voice-Over und echte Schauspieler bei den Geistern. Ob nun einfach die Tonspur schlecht eingespielt wurde oder die Schauspieler eine andere Sprache als Englisch sprechen, weiß ich nicht. Fakt ist: Zum mangelnden Schauspieltalent kommt hier auch noch, dass Mundbewegungen und Sprechpausen mit dem gesprochenen Wort nicht übereinstimmen.

Ebenfalls scheint Dark Dimensions: Das Wachsmuseum diverse Fehler zu haben, viele verschiedene Spieler erleben viele unterschiedliche Stellen, die nicht korrekt angezeigt werden, Dinge verschwinden aus dem Inventar oder das Spiel stürzt ab. Mit einem neuen Profil (oder zwei oder drei, wenn es schlimm kommt) scheint dies überspielbar zu sein (ich habe nur zwei Profile gebraucht, um durch zu kommen), ärgerlich ist es aber alle Male.

Das Spiel selber ist reiner Standard, kommt an keiner Stelle über den Durchschnitt hinaus. Aber ohne Zweifel, es unterhält. Und während du mit qualmenden Socken ca. 3,5 - 4 Stunden durch Silvertown und seine dunklen Geheimnisse wanderst, macht es einfach Spaß, immer wieder die "liebevoll-gruseligen" Details anzuschauen. Die Sammleredition bietet etwa 45-60 Minuten extra und hat seine eigenen, kleine Geschichte, die weder unterhaltsam ist, noch sonst wie anspricht. Aber: Es gibt neue Orte. Das ist das Beste, was man dazu sagen kann.

Wer nach Anspruch sucht, nach Herausforderung, Kreativität oder dem gewissen Extra, der wird bei Dark Dimensions: Das Wachsmuseum nicht fündig werden. Wer aber ein Spiel sucht, dass ein wenig verrückt ist, nicht immer logisch, gut unterhält und einem einen Abend angenehm vertreibt, der sollte den Probedownload auf jeden Fall nicht versäumen. Die Sammleredition ist nicht zu empfehlen. Die Normalversion aber wird, wenn zwar nicht Begeisterungsstürme auslösen, so aber doch Spaß bringen und kein Bedauern hinterlassen.


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