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Dark Dimensions: Trauriges Lied


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Herausgeber: BigFishGames
Entwickler: Daily Magic Productions

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 15.03.2014
Deutsch (Sammler): 12.07.2014

Weihnachtliches Wimmelbildabenteuer kurz vor Ostern
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Noch immer befinden wir uns auf der Suche nach unserer verschwundenen Familie. Dieses Mal sind wir in Seven Oaks, North Dakota, gestrandet. Dort wurde schwarzer Rauch gesichtet, den wir sofort mit den dunklen Dimensionen in Verbindung bringen. Und während wir uns noch im Hotelzimmer befinden, klopft es auch schon an der Türe. Ein kleines, verängstigtes Mädchen bittet uns um Hilfe, da ihr Vater in Gefahr sei. Bis wir reagieren können, wird sie auch schon vom schwarzen Rauch verschlungen und fortgerissen. Umgehend machen wir uns auf die Suche nach ihr.

Was hat die bekannte Musikschule des Ortes damit zu tun? Und die sieben Kinder, die bei einem ungeklärten Brand getötet wurden?

Eine Menge Fragen tun sich gleich zu Beginn auf. Eine Erklärung, warum wir uns für die dunklen Dimensionen interessieren gibt es nicht, dieser Aspekt wird sich nur den Spielern erschließen, die bereits die anderen Teile gespielt haben. Dafür wartet „Dark Dimensions: Trauriges Lied“ mit schönen, klaren Bildern und mäßiger Hintergrundmusik auf. Irritierend um diese Jahreszeit sind auf alle Fälle die vielen Christbäume, die Rentiere mit Schlitten, die Weihnachtskugeln, die Geschenkpäckchen und der Glühweinstand. Ansonsten versucht Daily Magic Productions krampfhaft, eine gespenstige Szenerie aufzubauen, was aber nur gelegentlich gelingt. Gerade der Anfang wirkt vielversprechend und unterhaltsam, durch eine unglaublich wirre Geschichte wird aber diese Hoffnung bald zunichte gemacht.

Vorab können wir aus drei Modi wählen. Im einfachsten laden der Tipp und überspringen schnell wieder auf, alle interessanten Bereiche glitzern, es gibt keine Klickstrafen in den Wimmelbildern und auf der Karte sehen wir außer unserem Standort auch noch, wo im Moment Aufgaben auf uns warten. Die Schwierigkeitsstufen „Fortgeschritten“ und „Schwer“ unterscheiden sich nur dadurch, dass uns im schwierigsten Modus kein Hinweisbutton oder eine Skip-Funktion zur Verfügung stehen. Klickstrafen, eine wenig informative Karte und keine funkelnden Orte besitzen beide. Während des Spiels können wir uns jederzeit für einen anderen Schwierigkeitsgrad entscheiden, dieser ist über die Optionen änderbar.

Neben der bereits erwähnten Karte mit Transportfunktion führen wir noch ein Video-Tagebuch mit uns, in dem die Geschichte unserem Fortschritt entsprechend in sehr kurzen Episoden erzählt wird. Doch grundsätzlich sind beide Utensilien von nicht allzu großer Bedeutung, denn unser Weg verläuft immer nach Schema F. Wir laufen zu Beginn eines Kapitels alle Orte ab und sammeln ein, was momentan machbar ist. Dann eilen wir dieselbe Strecke wieder zurück und verwenden nach und nach in den Szenen, die wir vorher nicht abschließen konnten, unser angehäuftes Inventar. Und spätestens da springen uns ein paar Logikfehler ins Auge. Am gleichen Standpunkt hängt im Geäst eines Baumes eine Tasche, an die wir nicht herankommen. Daneben befindet sich ein Torbogen und darüber ist ein Rätsel zu spielen. Dieses erreichen wir ohne Probleme.  Dazu schaffen wir es, mit einem Wattestäbchen eine Truhe zu knacken. Ganz zu schweigen von den Proportionen einiger Gegenstände. Wir tauchen doch tatsächlich einen großen Wischmopp in ein keines Weihwasserbecken, um ihn zu befeuchten.

Unterhaltsam und meist gar nicht so einfach sind die 11 Wimmelbilder, die wir alle zweimal spielen. Wir erhalten wie so oft zwar Wortsuchlisten, aber meistens können wir davon nur einen Gegenstand sofort im Bild erkennen. Wenn wir ihn anwählen, bleibt er an unserem Mauszeiger hängen und wir müssen ihn unmittelbar wieder verwenden. Das ist oft leichter gesagt als getan, denn häufig ist es von Nöten, einen Bereich in die Nahansicht zu bringen oder z. B. ein Tuch wegzuziehen oder eine Schublade zu öffnen. Und so arbeiten wir uns dann durch die ganzen Begriffe, bis wir das letzte gefundene Objekt für unser Inventar erhalten.

Aus der Kategorie Rätsel gibt es dagegen nichts Neues zu vermelden. Alle, aber auch wirklich alle Minispiele sind geübten Spielern hinreichend bekannt. Wir rotieren und verschieben, wie wenn es um unser Leben ginge. Dazu drehen wir ein paar Knöpfchen, setzen Zahnräder ein, überspringen Figuren bis nur noch eine übrig bleibt und richten Ventile aus. Einige dieser Rätsel sind auf niedrigstem Schwierigkeitsniveau andere dagegen verlangen uns eine Menge Geduld ab, um die richtige Lösung zu erhalten. Viele der Erklärungen zu den Minispielen sind sehr dürftig, bei einigen fehlen sie komplett. Glücklicherweise können wir meistens auf einen Zurück-Button zugreifen und das Spiel in den Originalzustand versetzen, falls wir uns mal komplett verzettelt haben.

Wer alles im Alleingang löst und keine Hilfe und überspringen in Anspruch nimmt wird mit Sicherheit 4 – 4,5 Stunden beschäftigt sein. Und wer bis zum Ende durchhält wird schnell merken, dass die ganze Geschichte nur in der Sammlerediton im gut eine Stunde dauernden Bonuskapitel aufgeklärt wird. Dort spielen wir an neuen Schauplätzen und können auch nur da insgesamt zehn Marken einsammeln. Pro gefundene Marke wird ein 3-Gewinnt-Spiel freigeschalten, dass wir im Anschluss spielen können. Außerdem sind im Hauptteil 30 Fragmente von Notenblättern recht einfach versteckt. Diese werden in einem Buch zusammengeführt und zeigen Bilder zum Geschehen. Nach dem Spiel sind sie allerdings nicht mehr aufrufbar. Zusätzlich stellt uns Daily Magic Produktions noch Wallpapers, Konzeptkunst und 50 Fotos zur Seite, die die Entwickler beim Erstellen des Spiels zeigen.

Zusammenfassend ist „Dark Dimensions: Trauriges Lied“ kein herausragendes Spiel dieser Reihe. Wahrscheinlich wird es Fans aber nicht enttäuschen. Bei vielen anderen wird allerdings die anfängliche Begeisterung spätestens nach der Probestunde stupidem Suchen und Einsetzen weichen. Uninspirierten Rätseln und einer verworrenen Geschichte stehen handwerklich gut gemachte Wimmelbilder gegenüber. Es ist reines Mittelmaß und plätschert lustlos vor sich hin. Ich selbst hätte es mir vermutlich zugelegt, aber spätestens ab der Hälfte meine Entscheidung bitter bereut, deshalb sehe ich auch von einer Empfehlung ab.


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