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Dark Canvas: Blut und Steine


tassen tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vast Games

Download (Sammler): Bigfish Games.de
Download (Sammler): Bigfish Games.de

Wenn Du Dark Canvas: Blood Stone auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 29.10.2013
Deutsch (Normal): 04.02.2014

Geradliniges Wimmelbildabenteuer mit viel Stein aber gänzlich ohne Blut
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Als investigative Reporterin machen wir uns auf den Weg an die Küste Griechenlands. Wir erhielten kurz vorher einen Brief von Dr. Alexander, in dem er uns um ein Treffen in seiner Klinik bittet. Wie es aussieht, hat er Insider-Informationen über einen angeblichen Unfall. Opfer ist ein Bildhauer namens Elias. Er ist der Meinung, dass die Welt endlich die Wahrheit erfahren muss und wir sind selbstverständlich auch nicht abgeneigt, was eine gute Story anbelangt. Als Sozius auf einem Motorrad erreichen wir alsbald unser Ziel.

Malerische Landschaften und satte Farben empfangen uns im kleinen Küstenstädtchen. Doch sobald unser Chauffeur mit uns spricht, denken wir sofort an Mitglieder einer  Laienschauspieltruppe, die Kaugummi kauend ein paar unbeholfene Sätze von sich gibt. Auch bei den späteren Stimmen stellen wir immer wieder fest, dass diese so gar nicht zum Erscheinungsbild der einzelnen Personen passen wollen. Dazu kommt, dass sich der Mund beim Sprechen nicht bewegt, was mehr als befremdlich auf uns wirkt.

Uns stehen drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Im leichten Modus dauert das Aufladen des Tipps 60 Sekunden, aktive Bereiche glitzern und Rätsel können übersprungen werden. Bei „Mittel“ gibt es kein Glitzern, der Hinweisbutton lädt 3 Minuten, jedoch ist auch hier die überspringen-Funktion nutzbar. Im schwersten Modus können wir auf keines der drei oben genannten Elemente zurückgreifen. Standardgemäß können wir die Einstellung über Optionen jederzeit ändern.

Außer einem Journal, das rastlos alles mitschreibt, haben wir noch eine relativ übersichtliche Karte im Gepäck. Sie zeigt zwar nicht allzu viel Unnötiges an, aber dennoch ertappen wir sie hin und wieder dabei, wie sie uns Orte anzeigt, an denen wir zwar im Moment etwas ablegen können, im Handlungsverlauf deshalb aber nicht weiter kommen. Glücklicherweise ist das bei diesem Spiel nicht schlimm, da es sehr geradlinig verläuft, wir des öfteren schon alles im Inventar haben, um den nächsten Schritt zu tun und deshalb wenig auf die Karte angewiesen sind. Eine Springfunktion ist zwar gegeben, aber wir merken selbst meist sehr schnell, welche Räume sich auf einen Wiederbesuch von uns freuen und welche für alle Zeiten abgeschlossen sind.

Diejenigen, die sich nicht in jeder Szene und hinter jeder Ecke ein Wimmelbild wünschen, kommen hier auf ihre Kosten. Im Hauptteil gibt es lediglich sechs Stück von ihnen. Alle Wortsuchlisten mit kleinen, überflüssigen Interaktionen spielen wir zweimal. Eine Umriss-Suche, bei der wir die gefundenen Gegenstände wieder verwenden müssen, um neue Objekte zu erhalten, spielen wir sogar dreimal. Im Gegensatz zur sonst sehr klaren Grafik, wirken die Wimmelbilder leicht verwaschen und so wird es uns nicht immer ganz einfach gemacht, alle Begriffe problemlos zu finden.

Mehr als simpel beginnen die Rätsel. Wir setzen einen kurzen Brief zusammen, verschieben ein paar Teile oder meißeln nach Anleitung einen Helm. Erst ab gut der Hälfte nehmen die Minispiele langsam Fahrt auf und werden etwas schwieriger. Leider sind viele auf Geduld ausgelegt und mehr als einmal wünschen wir uns eine Restart-Funktion, die nur selten vom Entwickler angeboten wird. Lobenswert zu erwähnen ist aber die Tatsache, dass viele der Rätsel gut ins Thema passen und auch an sinnvollen Stellen platziert wurden, bei denen es nicht nur ausschließlich um das öffnen von irgendwelchen Schlössern geht.

Durch die Vorhersehbarkeit der einzelnen Aktionen und des oft fehlenden Schwierigkeitsgrads wundert es uns dann auch nicht, dass die Spielzeit bei geübten Spielern selten die 3,5 Stunden-Grenze überschreiten wird. Das Ende ist genauso blutleer und einfallslos wie die gesamte Geschichte und birgt keine überraschungen. Im Bonuskapitel, das ca. 1,5 Stunden umfasst, wird das Ereignis weitererzählt, oft an gleichen oder ähnlichen Schauplätzen wie im Hauptteil. Zudem erfahren wir erst hier, dass es vermutliche eine Fortsetzung geben wird. Als Extra sammeln wir 60 Münzen, die wir in Statuen einlösen können. Außerdem können wir mit Hilfe des Geldes 3 zusätzliche Minispiele freischalten. 20 Chamäleon-Objekte sind zudem versteckt worden. Ehrgeizige Spieler haben die Möglichkeit 30 Auszeichnungen zu erringen. Auch fehlen die obligatorische Musik, Wallpapers und Konzeptkunst nicht.

„Dark Canvas: Blut und Steine“ beinhaltet keinen Tropfen Blut in der kompletten Spielzeit. Dafür vieles aus dem Bereich der Bildhauerei und des antiken Griechenlands. Leider hat es Vast Studios nicht geschafft, einen Spannungsbogen aufzubauen. Besser noch, sie haben es geschafft, gar keine Spannung aufzubauen, da wurde beharrlich darauf verzichtet. Vorwissen von „Dark Canvas: Pinsel des Todes“ ist nicht notwendig, da beide Teile nichts miteinander zu tun haben. Pluspunkt ist, dass die Qualität im Spiel nicht nachlässt, die Minispiele werden sogar etwas besser. Wer also Gefallen an der Probestunde gefunden hat, kann auch beim Rest bedenkenlos zugreifen, die Sammleredition würde ich nur empfehlen, wenn es ein Angebot dazu gibt.


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