Dark Canvas: a murder exposed


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games.com
Entwickler: Vast Games

Download (Normal): BigFish Games.com

Autor: Claudia K.
Datum: 30.10.2015


Schlampig, langweilig, mit unglaubwürdiger und schlechter Geschichte
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Als Fotografin wirst du engagiert, die Hochzeit von Carol Whittle und ihrem Verlobeten Frank zu fotografieren. Es droht ein Sturm, als du nach der eigentlichen Hochzeit am Elternhaus der Braut ankommst und du hoffst, dass du die letzten Fotos machen kannst, bevor er richtig losbricht. Doch im Haus der Familie Whittle geht scheinbar etwas Dunkles vor und du wirst unverhofft hinteingezogen.

4 Modi, die jederzeit während des Spieles gewechselt und/oder angepasst werden können, stehen für optimale, persönliche Spieleinstellungen. Als "Helfer" gibt es eine Kamera, mit der wichtige Hinweise wie z.B. Codes fotografiert werden - bei Bedarf können diese dann im Album nachgeschlagen werden. Falls der Code stimmt, was nicht immer der Fall ist. Die Karte zeigt für Sammler die Orte an, an denen es noch Sammelobjekte zu holen gibt, außerdem allgemeine Ziele und wo man sich gerade befindet - sie verfügt über eine Springfunktion, aber nicht über über eine Anzeige aktueller Notwendigkeiten.

Der Tipp dient als Richtungsangeber, wenn es in der aktuellen Szene nichts zu tun gibt. Allerdings führt dieser Hinweis dich nicht zum Nächstwichtigen, sondern wandert fröhlich von Ort zu Ort und weist auf Dinge, die noch nicht zu erledigen oder gar nur zum ansehen bestimmt sind, bis er die Lust verliert und dir zeigt, wo es aktuell wirklich etwas zu tun gibt. Falls es da etwas gibt, denn auch völlig irrwitzige Anzeigen sind durchaus möglich.

Gleich zu Beginn ist es enorm verwirrend - warum sollte die Hochzeitsfotografin wie eine alte Freundin aufgenommen werden, der man die Lebensgeschichte der Familie erzählt, warum sollte sie ein bestimmtes Foto entwickeln? Warum läuft an einem Hochzeitstag die Waschmaschine? Und warum sollte die Fotografin aus dieser Waschmaschine einen Schlüssel fischen? Und das sind noch die weniger verwirrenden Dinge. Nichts, wirklich gar nichts ergibt irgendeinen Sinn in diesem Spiel; dabei fehlt natürlich auch nicht, dass sich Menschen in Räumen aufhalten, die der Spieler erst mühsam öffnen muss. Dazu dramatische Musikeinlagen, die nur selten auch dramatische Szenen untermalen, sondern gern auch ganz einfache Dinge.

Im Wimmelbildbereich finden sich Wortsuchen mit einer Interaktion, 1 Erzähltext-Suche, 2x Objekte die in Beziehung mit einander stehen (was um alles in der Welt hat ein Teddy mit einem Pfeil zu tun?) 1 Umriss-Suche, 1 Umriss-Puzzle-Suche, 1x Lege-Zurück.

Die meisten Puzzle gehören in die Kategorie "Gesundheitliche Warnung: Kindern unter sechs Jahren drohen Kieferverrenkung wegen Gähnkrämpfen vor lauter Langeweile". Einige wenige sind langwieriger, aber deshalb auch nicht viel besser.

Das Haus ist groß, der Garten auch nicht zierlich und so rennt man sich einen Wolf (oder hat ein gutes Gedächtnis, dann kann man natürlich auch die Karte nutzen). Dazu tauchen unverhofft an Stellen, die man schon längst vergessen hat, wieder Wimmelbilder auf. Sehr gut für die, die keine Glitzeranzeige wollen: wenn man nicht weiterkommt, einfach jeden Raum abklicken (die Veranda nicht vergessen), um eventuell unmotivierte Wimmelbildszenen zu finden. Grafisch ist Dark Canvas: a murder exposed zwar durchaus ok, aber schlampig. Immer wieder sieht man Dinge, die man später erst selbst z.B. hinhängen muss oder etwas, was erledigt wurde, ist wieder kaputt/ungemacht etc.. Der Hammer aber ist, dass man am Ende einen Protagonisten aufsuchen muss. Der steht noch immer dort, wo man ihn erstmalig sah. Inzwischen aber hat man ihn bereits an einem anderen Ort getroffen und nur dort kann man dann auch mit ihm interagieren. Am anderen Ort steht er nur lässig in der Gegend rum. Positiv: manche Dinge werden mehrfach genutzt.

Sammler: Veränderliche Objekte in den Szenen und Bilder mit der Kamera. Die allerdings funktioniert nicht immer einwandfrei, oft muss man den Raum erst verlassen, wieder kommen und erneut hoffen, dass die Kamera am Symbol aktiv wird. Im Bonusspiel geht es um die vorherigen Bewohner des Hauses. Als Extras kannst du die Bilder, die du gemacht hast, in Bilder einsetzen, dir die Auszeichnungen und Konzeptkunst ansehen, 10 Puzzles (im Spiel gibt es erheblich mehr) und 8 (der gefühlt 7945745) Wimmelbilder nachspielen, sowie die Musik hören und Hintergründe laden.

Dark Canvas: a murder exposed ist schlampig gemacht und hat zwar ansich eine gute Spieldauer, doch diese ist auch dem Dauerlauf zuzuordnen. Zum dem ist es gefühlt erheblich länger als tatsächlich, einfach weil man sich langweilt. Es gehört definitiv zu den schlechtesten Spielen, die wir im Bereich Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer in diesem Jahr gesehen haben. Allein weil es grafisch, technisch, spielerisch so nachlässig zusammengeschustert wurde.