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Dark Canvas: Pinsel des Todes


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vast Studio

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 22.01.2013
Deutsch (Normal): 10.05.2013


Nach einem beunruhigenden Brief deiner Tochter und der anschließenden Mitteilung, dass sie verschwunden sei, reist du auf eine kleine italienische Insel. Dort soll es einen Maler geben, der die Zukunft malen kann, aber diese Zukunft schließt immer den Tod eines Menschen ein. Deine Tochter wollte diesen Maler kennenlernen, aber kurz darauf verschwand sie. Die meisten Menschen sind längst von der Insel geflohen, haben Angst vor den tödlichen Prophezeiungen von Vigil. Dein Ziel ist klar: Du musst mit dem Maler sprechen, denn vielleicht weiß er, was mit deiner Tochter passiert ist.

Drei Modi stehen dir zur Auswahl, unterscheiden sich in der Hauptsache durch die Aufladezeiten von Tipp und überspringfunktion. Doch obwohl für den dritten Modus angekündigt ist, dass keine Hilfe gegeben wird: findet die Heldin ein Puzzle oder Rätsel, das noch Gegenstände benötigt, wird trotzdem der Texthinweis gezeigt, was fehlt oder was getan werden muss. Bindend ist die Modus-Wahl nicht, über die Optionen kannst du jederzeit einen Wechsel vornehmen.

Eine Karte steht dir nicht zur Verfügung, allerdings brauchst du die auch nicht. Der Tipp ist auch richtungsweisend und schnell wird jeweils klar, wann einzelne Orte nicht mehr relevant sind. Dein eigentlicher Aktionsradius ist demnach nicht eingeschränkt, aber doch klar begrenzt und nicht sehr groß. Weitere Orte erschließt du dir früher oder später auf die übliche Weise, in dem du Schlüssel findest und benutzt, Inventargegenstände einsetzt und so Türe, Schränke, Boxen etc. öffnest und damit weiterkommst oder aber etwas neues findest, was dich im Spielverlauf vorwärts bringt.

Bei den zahlreichen Wimmelbildern gibt es zwei Varianten, die normale Wortsuchliste mit interaktiven oder zusätzlich versteckten Objekten und eine Umrisssuche. Während die Umrisse nicht immer klar zeigen, was du eigentlich suchst, wirst du bei den Interaktionen keinerlei überraschungen erleben. Alles ist bekannt, neue oder zumindest mal selten genutzte Aktionen finden sich nicht. Aber auch hier wird es in den überfüllten Bildern immer wieder mal Dinge geben, die nur schwerlich zu erkennen sind. Das liegt nicht unbedingt an der Größe des Objektes, sondern vielmehr an einem unscharf erscheinenden Zusammenfließen einiger Teilstücke im Bild.

Dark Canvas: Pinsel des Todes ist grafisch gesehen in weiten Teilen gut. Allerdings kommt neben der stellenweisen Unschärfe auch noch eine latente Dunkelheit dazu. Doch gerade was die Puzzles angeht, ist alles ausreichend beleuchtet. Hier hat man sich grafisch Mühe gegeben, allerdings nicht in der Ausarbeitung der Puzzles selbst. Die sind auf der leichten Seite, die Überspringfunktion wird man schwerlich einmal benutzen müssen. Schneller als die Aufladung auch im leichtesten Modus ist man damit fertig. Auch der Spielverlauf ist sehr gradlinig. Auf der einen Seite verhindert dies übermäßige Laufarbeit, auf der anderen Seite macht dies zumindest den Ablauf vorhersehbar. Und schafft damit eine unschöne Teilung zwischen Geschichte und Spiel.

Die Geschichte erzählt sich durch Begegnungen mit einigen wenigen Personen weiter, außerdem durch Bilder deiner Tochter, die du findest. Und es ist bis zum Ende hin nicht immer so einfach, hier Gut und Böse zu unterscheiden. Ist Vigil Täter oder Opfer, ist Rosaria Hilfe oder Hinterhalt? Man kann sich nicht sicher sein. Und überhaupt ist die Geschichte vielleicht das Beste an Dark Canvas: A Brush with Death. Nicht weil sie großartig erzählt ist, sondern weil sie zum einen etwas Neues, nicht schon hunderte Male Durchgekautes hat und weil sie es zum anderen versteht, bis zum Ende eine gewisse Spannung zu halten.

Das Ende allerdings kommt viel zu früh. Nach ca. 3-3,5 Stunden ist es vorbei, die Sammleredition verfügt über ein Extra von ca. 1-1,5 Stunden. Letztere ist qualitativ wie das Hauptspiel und führt dich an viele neue Orte. Dass einige Elemente des Sammlerbonus erst durch Auszeichnungen im Hauptspiel freigeschaltet werden müssen, ist auch dann nicht akzeptabel, wenn man die meisten dieser Auszeichnungen automatisch und unausweichlich erhält. Die meisten. Nicht alle.

Dark Canvas: A Brush with Death punktet mit seiner Geschichte. Der Rest ist gut, aber eben auch nur gut. Nicht toll, nicht großartig, nicht besser als die meisten Mitstreiter im Spieleland. Diese seltsam anmutende Trennung von spannender Geschichte und gradlinigem Spielverlauf lässt nur gemischte Gefühle zu, denn will man einerseits wissen, wie denn nun wer und warum verstrickt ist, ist auf der anderen Seite die Abfolge der nächsten drei bis fünf Spielschritte klar. Spannung gegen "Ich weiß schon". Unterhaltsam ja, aber eben nicht auf ganzer Linie, lohnt sich die Probeversion des Normalspieles aber auf jeden Fall.


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