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Danse Macabre: Varieté der Sünden


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 14.10.2014
Deutsch (Sammler): 12.02.2015

Durchsichtiges Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer im gewohnten Eipix-Muster
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Sophie, der Star des Varieté der Sünden wurde ermordet. Aber Henry (Toulouse - Lautrec), Geliebter von Sophie, hat kein Vertrauen in die Polizei und beauftragt dich, den Mörder zu finden. Eine weise Entscheidung, denn der Täter steht für die Polizei schnell fest. Doch der Bühnenhelfer beteuert seine Unschuld und du glaubst ihm.

Eine Gestalt in Kapuzenumhang und Maske tut ihr Möglichstes, um dich von deinen Nachforschungen abzuhalten und verhöhnt dich gar, in dem sie dir vor Augen hält, dass sie dir immer einen Schritt voraus sei. Geschichtlich wird dir sehr schnell ein Täter angeboten, auf den sich auch der überwiegende Teil des Spieles konzentriert. Erfahrene Spieler wissen nach nicht einmal zehn Minuten Spielzeit, wer Sophie getötet hat und warum.

Eipix bietet dir auch in Danse Macabre: Varieté der Sünden vier Schwierigkeitsmodi an, einer davon mit der Option, diverse Aspekte individuell einzustellen. Dazu gibt es eine Karte und einen Tipp als Hilfsmaßnahmen. Die Karte soll dich an den gewünschten Ort bringen und, je nach gewähltem Modus, Ziele und aktuell aktive Zonen anzeigen. Leider erweist sie sich im Verlauf als sehr unzuverlässig, zeigt nicht an und lässt dich auch Orte nicht betreten, in die du eigentlich musst. Da ist der Tipp schon hilfreicher, der ebenfalls über eine Springfunktion verfügt, wenn du an weiter entfernte Orte musst.

Wimmelbilder sind, wie immer bei Eipix, eine abwechslungsreiche Sache, auch wenn es von "großen" nur 11 Stück gibt. Ein paar Puzzle-Such-Szenen, kleinere Suchbilder mit viel Verschieben zum finden der gewünschten Objekte, eine Umriss-Suche und Wortsuchlisten mit anfänglich sehr vielen, später ein oder zwei Interaktionen. Noch immer gehört Eipix zu den wenigen Entwicklern, die dem Spieler hier wirklich unterhaltsame Varianten anbietet und versteht, dass das stupide Suchen nur noch wenige Spieler hinterm Ofen hervor lockt. Wer aber auch das nicht mag, kann bis auf die kleinen Verschiebe-Bilder alle Suchszenen durch ein 3-Gewinnt-Spiel ersetzen.

Auch bei den 18 Puzzles kann man sehen, dass das Team von Danse Macabre: Varieté der Sünden viel Mühe gegeben hat. Die meisten sind recht einfach und entsprechen dem üblichen; sie sind aber unterhaltsam präsentiert und wenn auch nicht anspruchsvoll, so doch auch nicht langweilig. Und auch grafisch ist das Spiel ansprechend, man hat sich bemüht den Stil des späten 19. Jahrhunderts einzufangen. Gerade im Theater ist dies nicht wirklich gelungen, doch grundsätzlich ist das pittoreske Panorama dieser Zeit gut eingefangen, gleich ob man sich am Montmatre befindet oder im Haus des Barons.

Die Sammler bietet umfangreiche Extras wie das erneute Spielen von Suchbildern und Puzzles, ein interessantes Making Of, geschichtliche Fakten über Toulouse-Lautrec und das Varieté der Sünden und einiges mehr. Im Spiel können in Wimmelbildern 14 veränderliche Objekte gefunden werden, außerdem in den Szenen 41 Windmühlenflügel. Wer also Sammlereditionen kauft, hat zwar spielerisch keinen großen Mehrwert; wie auch das Hauptspiel ist das Bonus-Kapitel verhältnismäßig kurz ausgefallen; aber zumindest bekommt der Spieler über die Extras einiges, was diesen Namen verdient. Und so gehört Eipix auch in diesem Punkt zu den wenigen Entwicklern, die verstehen, dass der doppelte Preis zumindest durch irgendetwas gerechtfertigt werden sollte.

Und doch gibt es immer wieder die Mankos, die nur ein Entwickler einmal im Jahr mit einem Mystery Case File ausgleichen darf: Ist der Aufwand für Grafiken oder Puzzles oder Wimmelbilder hoch, ist die Spielzeit kurz (oder es ist umgekehrt). Der Spieler soll durch "Extravaganz" die keine ist, geblendet werden. Das aber gehört zum Stil der Zeit und wird so von den meisten Spielern auch klaglos akzeptiert. Und so ist es auch hier: Schaut man genauer hin, sieht man eine durchsichtige Geschichte und einen anspruchslosen Spielverlauf, der nur zum Schluss hin allerdings nicht immer nachvollziehbar ist. Aber nicht nachvollziehbar bedeutet nicht Spannung, sondern das einfach Aktionen aneinander gereiht werden, um noch ein bisschen Spielzeit auf die Uhr zu bringen. Höhen oder Tiefen kennt das Spiel nicht, es bleibt beständig auf einem Level. Geschichtlich (was nicht alle Spieler interessiert) ebenso wie spielerisch.

Danse Macabre Varieté der Sünden kommt nur scheinbar über das Mittelmaß hinaus. Die schlechte Karte, die Spielzeit, die unspannende Geschichte und der gleichförmige Spielverlauf machen es zu einem typischen Eixpix-Spiel. Man kann es gut spielen, echte Begeisterung wird aber nur bei den Wenigsten aufkommen.


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