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Dangerous Games: Gefangene des Schicksals


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blam! Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 04.01.2013
Deutsch (Normal): 29.04.2014


Es ist die Zeit der amerikanischen Depression, Jobs sind Mangelware und so bist gibst du leichten Herzens dein Leben in der Großstadt auf, als dir dein Freund und seine Frau einen Job in Brownville verschaffen. Und schon bei deiner Ankunft macht die Stadt einen fröhlichen Eindruck, wäre da nicht die Frau, die dich davon abhalten will, in der Stadt zu bleiben. Doch du überwindest die Hindernisse und triffst Simon, deinen neuen Boss, der dich zur Entspannung zu einem Kartenspiel einlädt. Aber kaum hast du die erste Karte berührt, da wirst du in eine fremde und gefährliche Welt katapultiert.

Schnell begreifst du: Du bist gefangen in einem Spiel, dass nur einer gewinnen kann. Und Simon hat nicht die Absicht, dich und deine Freunde als Sieger zu erwarten. Doch da ist noch Anna - die Frau, die dich zu Beginn gewarnt hat. Mit ihrer Hilfe kämpfst du dich von Level zu Level. Aber wer ist sie und was hat das alles zu bedeuten?

Erstaunlich aber wahr, vor uns liegt eine Geschichte, die noch nicht x-mal erzählt wurde. Und schon dadurch punktet Dangerous Games: Gefangene des Schicksals. Zwar hält sich Blam Games im Spielablauf an die üblichen Schemata, aber die Neugierde, wie es denn nun weiter geht, treibt von Beginn an zum Weiterspiel.

Die Wimmelbilder sind zahlreich vorhanden und ausschließlich nach Liste. Während die meisten Interaktionen den üblichen Pfaden folgen, gibt es aber immer wieder mal einige, die wir so noch nicht gesehen haben. Grafisch schön sind die Szenen zwar überladen, aber nicht völlig chaotisch, so dass ein entspanntes Spiel möglich ist. Blam Games "zwingt" dich förmlich zum genauen Hinschauen, denn egal welchen der vier Modi (leicht, normal, hart oder persönlich einstellbar) du wählst: schnelles Klicken ohne Treffer führt zu einer kurzen Deaktivierung des Mauszeigers.

In jedem Level des Spiels wirst du verschiedenen Gestalten begegnen, die dir, im Gegenzug für einen Gefallen selbstverständlich, weiterhelfen. Gestalten deshalb, weil es meist Fantasie-Figuren sind, die der Welt entsprungen sind, in der du dich gerade befindest. Wenn sie sprechen, siehst du das in einer Nahaufnahme und dankenswerter Weise passen die Mundbewegungen ebenso zum Gesprochenen wie die Stimme zur Figur an sich. Es gibt keine Ablenkung, du bleibst im Spiel und kannst es genießen, ohne dass dein Hirn von etwas irritiert wird.

Die Herausforderungen bei den Puzzles schwanken zwischen "Der 3-jährige langweilt sich", "Oh, nett gemacht, nicht zu schwierig" und "Die Kopfnuss kriege ich schon noch geknackt". Eine gute Mischung, die es Spieler mit allen Erfahrungsgraden möglich macht, nicht völlig frustriert durch das Spiel zu gehen. Einzig die Tatsache, dass man dachte, es wäre eine gute Idee, mehrfach "Sequenz-Wiederholung" anzubieten, führt vermutlich bei vielen Spielern zu Missmut. Umfragen haben ergeben: Diese Art Puzzle ist bei über 80% der Spieler verhasst.

Rätsel und der Spielverlauf sind meistens nachvollziehbar. Da jedes Level von Simons teuflischem Spiel eine abgeschlossene Gegend ist, sind die Laufwege zwar überschaubar, aber wer auf der Karte die Transportmöglichkeit hat, wird sie zeitweise sicherlich gern nutzen. Die Anzeige "hier ist aktuell etwas zu tun" scheint ab und an auszufallen, es wird nichts angezeigt, obwohl es Aktionen gibt und auch der Tipp zeigt ab und an mal Dinge an, die überhaupt noch nicht gemacht werden können, aber im großen Ganzen sind beide Hilfsmittel nicht unbedingt von Nöten. Das Spiel ist mitreissend genug, dass man gern selbst nach dem richtigen Ort, der richtigen Lösung sucht.

Auf der Minusseite findet man diverse Kleinigkeit - abhackte Wimmelbilder, du hast das letzte Objekt noch nicht ganz geklickt, da wird schon geschlossen, ein paar Ungereimtheiten, diverse Animationen, die gewollt lang gehalten sind und anderes. Nichts davon ist wirklich auffällig, nichts davon ist wirklich "groß". Nichts davon mindert den Spielspaß. Es zeigt nur, dass Blam Games kein hervorragendes Spiel machen konnte/wollte, sondern eben nur ein gutes, eines, das zumindest stellenweise die Masse überstrahlt.

Witzig gemacht ist eine lilafarbene Hasenkreatur, die du selbst benennen kannst und dir an diversen Stellen hilfreich zur Seite steht. Klar, für die Puristen unter den Spielern ist er sicherlich ein wenig zu süß, zu niedlich, aber der Humor, der gerade am Anfang bei seinen Hilfsversuchen gezeigt wird, sollte auch die versöhnen, die nicht grundweg begeistert sind, nur weil ein Spiel den Niedlichkeitsfaktor "Tierchen" einbringt.

Für die Sammleredition wirst du Puzzleteile sammeln müssen, nur wenn du mindestens 30 findest, wird dir dies in den Extras ein geheimes Puzzle freischalten. Und auch die erneut spielbaren Puzzles (9 Stück) sind nur dann wiederholbar, wenn du sie im Spiel nicht übersprungen hast. Diese beiden Entscheidungen sind grenzwertig, der Spieler bezahlt den hohen Preis einer Sammler nicht, um die wenigen Extras dann nicht nutzen zu können, weil man nicht den Ansprüchen des Entwicklers genügt. Das Bonus-Spiel ist eine Fortsetzung der Hauptgeschichte (die aber ein befriedigendes Ende hat) und bietet noch einmal ca. 45-60 Minuten Spielspaß, qualitativ so wie das Hauptspiel.

Blam Games hat mit Dangerous Games: Gefangene des Schicksals ein unterhaltsames Spiel geschaffen, das auch kritischen Spieler mehr als nur den nackten Durchschnitt zu bieten hat. Die Geschichte, die automatisch eingängig ist und überwiegend nicht durch Notizen oder Zwischensequenzen erzählt wird, macht hier viele Kleinigkeiten wett, an denen man sieht: Ein echtes Top-Spiel ist es nicht. Aber unterhaltsam, ausbalanciert, grafisch fantasievoll und der Geschichte angepasst, kann man sich 3,5 - 4 Stunden vergnügen, ohne dass man den Kauf bereuen würde.

 

 


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