A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Cursery: Der böse Mann und der schwarze Kater


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blue Tea Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Cursery: Der böse Mann und der schwarze Kater auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 10.11.2013
Deutsch (Normal): 02.05.2014

Recyceltes Wimmelbildabenteuer ohne Herausforderungen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Seit vielen Jahren verschwinden immer wieder Mädchen im selben Alter und werden nie wieder gesehen. Es wird gemunkelt, dass „Der Verwachsene“ und seine seltsame Katze etwas damit zu tun haben. Eines Tages wird unsere Schwester entführt und damit ihr nicht ein ähnliches Schicksal wiederfährt, machen wir uns daran, das Rätsel zu lösen und den Drahtzieher hinter diesem teuflischen Komplott zu enttarnen.

Noch auf der Startseite kommt uns sofort die „Dark Parables-Reihe“ in den Sinn. Die Grafiken ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Die Bilder sind übertrieben bunt und vollgestopft, selbst in den Nacht-Szenen. Allerdings wurde die Geräuschkulisse gut gewählt, man hört eine Eule und das Zirpen von Grillen. Auf die Stimmenauswahl wurde dagegen weniger Wert gelegt, viele hören sich gleich und emotionslos an.

Drei Schwierigkeitsgrade werden uns zur Verfügung gestellt. Im leichten Modus laden Tipp und überspringen schnell. Wimmelbilder und interessante Bereiche werden durch ein Glitzern markiert. Modus „Normal“ besitzt etwas längere Aufladezeiten und wichtige Orte sind nur gelegentlich gekennzeichnet. Im schwersten Modus haben wir keinen Hinweisbutton und keine überspringenfunktion, es glitzert nichts und zudem können wir die Karte nicht einsehen. Optional ist das Funkeln bei Wimmelbildern und Rätseln in den Optionen abschaltbar, dort ist es auch möglich, den Schwierigkeitsgrad jederzeit zu ändern.

Dieses Mal begleitet uns kein Journal. Wir finden dafür aber Unmengen an Notizen und Tagebucheinträgen, die allerdings an dem Ort verbleiben, an dem wir sie gefunden haben. Keine gute Lösung, denn alle diese Plätze schließen sich nicht mehr, auch wenn sie von uns komplett abgearbeitet wurden. Zwischendurch stoßen wir zudem auf Szenen, die zwar ebenfalls erledigt sind, sich aber vermutlich wegen einer Nachlässigkeit des Entwicklers auch nicht selbstständig schließen. Allerdings können wir getrost auf Stift und Block verzichten, da es nichts zum Mitschreiben gibt. Eine Karte mit Springfunktion ist vorhanden. In einigen Bereichen ist das Transportieren jedoch außer Betrieb gesetzt, weil dort angeblich die magische Energie so groß ist, dass es nicht funktioniert. Das ist ärgerlich, müssen wir doch just in dem Moment ans andere Ende zurück. Außerdem wird auf unserem Lageplan alles eingezeichnet, das bedeutet, dass auch die Orte als interessant markiert werden, bei denen wir lediglich ein Objekt von vielen ablegen können und uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiterbringt. Links über der Inventarleiste finden wir noch einen Button vor, der die aktuellen Aufgaben anzeigt.

Wie auch bei den „Dark Parables-Spielen“ bestehen die Wimmelbilder aus einer reinen Fragmentsuche. Kleine Einzelteile, die in drei verschiedenen Kästchen angezeigt werden, müssen wir im Bild finden. Nennen wir alle unser Eigen, verbinden sich diese drei Gegenstände zu einem und dieser wird unserem Inventar zugeführt. Oft können wir schon auf den ersten Blick erkennen, um welche Fragmente es sich handelt. Bei zu häufigem Klicken, wird der Cursor für eine kurze Zeit in einen Käfig gesperrt, unbedingt ausprobieren. Jedes der 5 Wimmelbilder spielen wir zweimal in verschiedenen Abständen.

Rätsel gibt es wesentlich mehr als Wimmelbilder. Auch wenn sich diese nach den ersten 10 Stück wiederholen. Grafisch sind sie opulent aufbereitet, mit Ausnahme von ein oder zwei Minispielen haben wir aber keine Restart-Funktion zur Verfügung. Und gerade bei den Rätseln im zweiten Drittel des Spiels wäre diese mehrmals sehr hilfreich gewesen. Wir kreisen Wölfe mit Hasen ein, verschieben die  Zahlen einer Uhr an die richtige Stelle und drehen Knöpfe, bis alle das gleiche Muster anzeigen. Dazu helfen wir Enten ihr Zuhause zu finden. Beim Schwierigkeitsgrad wurde eher auf Neueinsteiger Rücksicht genommen, da alle Rätsel im Hand umdrehen zu lösen sind. Schwieriger wird es erst, wenn sich die Aufgaben wiederholen, dann ist oftmals noch eine zusätzliche Schikane eingebaut worden, die aber eher für den Bereich Geduld ausgelegt ist. Durch die bereits erwähnte fehlende Restart-Funktion haben wir möglicherweise schnell die Nase voll, wenn wir uns mal total verzettelt haben. Blue Tea Games scheut sich auch nicht davor, teilweise die gleichen Rätsel nochmal im Bonuskapitel zu verwenden!!!

Wer geduldig alle Minispiele ohne überspringen löst, wird ca. 4,5 Stunden beschäftigt sein. Das Ende dieser unausgegorenen Geschichte, die nicht mal etwas Märchencharakter besitzt, ist abgeschlossen und endet anders als erwartet. Trotzdem blieben bei mir viele Fragen offen. Einerseits wurde als Titel der Inhalt eines alten englischen Kindergartenliedes herangezogen, andererseits hat man aber eine absurde Liebesgeschichte daraus gebastelt.

Der Bonusteil spendiert nochmal ca. 75 Minuten eines Kapitels namens „Humpty Dumpty“, das nur am Rande mit dem Hauptteil in Verbindung steht, sonst eigenständig ist. Größtenteils spielen die Geschehnisse aber in den gleichen Bereichen wie im Hauptteil. Dazu gesellen sich wieder etliche Minispiele, bei denen diejenigen, die Rotationspuzzles nicht mögen, endlich die Gelegenheit bekommen, zu üben was das Zeug hält. Eines jagt das nächste.
Zudem stehen uns 9 wiederspielbare Rätsel zur Verfügung, Konzeptkunst, Musik, Wallpapers und eine Film-Galerie. Als Extra könne wir 20 Chamäleon-Objekte suchen und 25 Auszeichnungen erlangen. Die meisten der Trophäen erhalten wir allerdings dadurch, wenn wir ein Minispiel ohne überspringen lösen.

„Cursery: Der böse Mann und der schwarze Kater“ ist eine 1A-Kopie der „Dark Parables-Reihe“. Das komplette Gerüst inkl. aller Schriften wurde 1:1 übernommen. Und wäre die Geschichte jetzt noch ein bekanntes Märchen, dann hätte es ohne weiteres ein weiterer Teil dieser Serie werden können. Warum man sich für einen anderen Titel entschieden hat? Gute Frage, die uns wohl niemand beantworten wird. Leider schleicht sich hier wieder die Vermutung ein, dass man bekannte und vermutlich auch beliebte Bausteine einer erfolgreichen Reihe schnell zu einem Spiel zusammengewürfelt hat, nur um etwas auf den Markt zu bringen. Zu dieser These passen dann auch die sich wiederholenden, einfallslosen Minispiele, die nur wenigen Wimmelbilder und die an den Haaren herangezogene Geschichte.

Wer ein Hardcore-Fan der „Dark Parables-Spiele“ ist, sollte sich zumindest den Probe-Download ansehen, ev. auch noch Neueinsteiger, die es mal versuchen möchten. Alle anderen sollten lieber die Versionen vom „Rotkäppchen“ oder vom „Froschkönig“ nochmal aus dem Archiv holen und spielen, weil die wesentlich spannender und interessanter waren, als dieser Schnellschuss.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top