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Cursed Memories: Das Geheimnis von Agony Creek


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vast Studios

Download: (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Cursed Memories: Das Geheimnis von Agony Creek auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 16.10.2011

Deine Erinnerungen sind undeutlich als du langsam in einem schmutzigen Raum zu dir kommst. Festgekettet am Boden kommen dir Erinnerungsfetzen hoch: Eine Mine, eine Explosion, ein Gesicht im Türrahmen. Erstaunlich leicht kannst du dich von den Ketten befreien, ein Anruf warnt dich vor einer Polizistin, die vorgibt, dich retten zu wollen. Ein an der Wand hängender Zeitungsartikel scheint dies zu bestätigen und so beschliesst du, dich mit dem geheimnisvollen Anrufer zu treffen. Aber warum ist die Stadt wie ausgestorben? Und was ist deine Rolle in all dem?

So beginnt Cursed Memories: Das Geheimnis von Agony Creek, ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, dass dem Spieler ein erstaunlich fesselndes Abenteuer bietet, von einigen kleinen Mängeln mal abgesehen. Dein erstes Ziel ist es, heraus zu finden, was eigentlich mit dir passiert. Und das möglichst ohne der Polizistin über den Weg zu laufen und gleichzeitig den verabredeten Treffpunkt mit dem mysteriösen Anrufer zu erreichen. Die Tatsache, dass die Stadt nicht ganz so verlassen ist, wie es den Anschein hat, macht es nicht leichter. Es ist wie in einem gutem Krimi - jede neue Figur im Spiel scheint verdächtig, es ist nicht auszumachen, wem man trauen kann und nicht.

Das Spiel bietet zwei Modi zur Auswahl, der eine ohne Glitzern und längeren Ladezeiten bei Tipp und Hinweis. Es ist hier einen Versuch wert, den schwierigern Modus zu wählen. Wer aufmerksam die Gegend beobachtet und für Hinweise nicht nur in Form von Inventarobjekte herumklickt, wird wenig Schwierigkeiten mit einem flüssigen, nachvollziehbarem Spiel. Der Hinweis wird dir nicht nur in Wimmelbildszenen behilflich sein, sondern dir ausserhalb dieser auch zeigen, wo es etwas zu tun gibt. Grafisch gesehen ist es schön, an manchen Stellen wirkt es etwas körnig, aber das ist eher selten und wenig störend. Es gibt passende Animationen und Hintergrundgeräusche, die Musik ist nicht aufdringlich, eher atmosphärisch.

Die Wimmelbildszenen allerdings sind nicht so gut gelungen. Objekte sind des öfteren mal fast unfair versteckt, nicht zu erkennen (im Sinne von: DAS soll ein WAS? sein?) und auch die übersetzung ist nicht unbedingt immer die gelungenste (im englischen Spiel). Die Puzzle sind zwar gut eingearbeitet und machen Sinn, sind aber die absolut üblichen und eher auf der leichten Seite. Der Spielverlauf selber ist sehr geradeaus. Inventarobjekte sind zwar nicht immer in der selben Szene einzusetzen, aber dir bleibt nicht viel Spielraum um tatsächlich zu erforschen. Wenn du A hast wirst du es oft auch in die A-Lücke einsetzen müssen um an B zu kommen.

Die unbestrittene Stärke in diesem Spiel ist definitiv die Geschichte. Fast wie ein guter Thriller führt sie dich immer wieder in die Irre, bietet dir mögliche Erklärungen um sie schon bald wieder zu verwerfen. Immer wieder glaubst du, den Bösen zu erkennen, um dann festzustellen, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint und das Ende ist noch mal eine unerwartete Wendung. Das aber kommt zu früh. Es ist die Geschichte, die dich spielen lässt und da ist es dann besonders ärgerlich, dass alles nach ca. 3-3,5 Stunden zu Ende ist. Und so wird man auch hier das Gefühl nicht los, dass es die doppelte Zeit gebraucht hätte, um alle Handlungsstränge und alle Personen vollständig miteinander zu verknüpfen. Die Sammler-Edition gibt ca. 30-45 Minuten Spielzeit dazu, lässt hier aber in der Qualität nach und kann von daher getrost vernachlässigt werden.

Wie auch immer, so lange es dauert, schafft es Cursed Memories: Das Geheimnis von Agony Creek dich in einer Atmosphäre von Geheimnis, Gefahr und Verwirrung gefangen zu halten. Es ist ein überraschend gut gemachtes Wimmelbild-Abenteuer, dass von der Stimmung her nicht nur mit anderen Spielen mithalten kann, sondern die ewig gleichen Geschichten vom geerbten Haus/geheimnisvollen Krankenhaus etc. weit übertrifft. Es ist nicht sehr anspruchsvoll, nicht sehr lang, aber wer die Geschichte als Teil des Spieles begreift, der wird mit diesem Spiel zumindest in der Normalversion keinen Fehlgriff machen.


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