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Curse of the Pharao: Die Suche nach Nofretete

Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:Ph03nix New Media
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Autor: Sabine

Anna erhält einen Brief ihres Stiefbruders William, der in ägypten nach Nofretetes Grabstätte sucht. Aufgrund beunruhigender Ereignisse befürchtet er, es mit einem grossen Komplott zu tun zu haben und bittet Anna nach ihm zu suchen, wenn sie in zwei Wochen nichts von ihm hören sollte. Sie solle niemandem vertrauen und sich stets an die Hinweise in seinem Tagebuch halten, welches er dem Brief beigelegt hat. Auch in seinem Hotelzimmer in Kairo will er Anna Hinweise zu seinem Verbleib hinterlassen. Nach drei Wochen ohne Nachricht von William, macht Anna sich von London aus sofort auf den Weg nach Kairo....

Wer jetzt ein spannendes und abwechslungsreiches ägypten-Abenteuer erwartet liegt leider daneben, es sei denn, man überspringt die Bilder und liest ausschliesslich die Texte, die sowohl Anna's wie auch William's Suche dokumentieren. Vor allem William's Tagebucheinträge verraten einem, wie schön und aufregend ägypten sein kann. Wer das Land jedoch noch nicht selbst besuchen konnte, und auch keinen entsprechenden Bildband zu Hause im Regal stehen hat, muss es ihm wohl oder übel einfach so glauben, denn im Spiel sind die Bilder absolut trist und einfallslos gestaltet. Ich weiss nicht genau, womit sich die alten ägypter damals so den ganzen Tag beschäftigt haben, aber sie müssen dafür unglaublich viele Töpfe, Vasen und Krüge gebraucht haben, denn in 35 von 53 Leveln befinden sich davon gefühlte 28 in jedem Bild. Es handelt sich bei diesen 35 Leveln ausnahmslos um "Finde den Unterschied"-Bilder, die aber trotz der gefühlten 28 Gefässe relativ gegenstandsarm sind. Neun variable Objekte bzw. Unterschiede gilt es pro Level zu finden, wofür man bei der geringen Anzahl an Gegenständen kein Genie sein muss, auch wenn man nach jedem abgeschlossenen Level als genial bezeichnet wird, und das sogar mit Ausrufezeichen!

Nach diesem Spiel müsste man eigentlich ein absolutes Anrecht auf ein Diplom in Farbenlehre haben, da so ziemlich alle Farben dieser Welt in den zu suchenden Objekten verewigt wurden, zum Zeitpunkt des Spielentstehens muss wohl jemand gerade seine kreative Phase gehabt haben! Man kann sogar in einer der 4000 Jahre alten Grabstätten eine hochmoderne Taschenlampe finden, das würde selbst einem erfahrenen ägypten-Forscher noch zu denken geben. Andere Objekte liegen auf der Seite oder stehen gleich ganz auf dem Kopf, vielleicht kommt ihnen aus dieser Perspektive ihre Umgebung ja nicht ganz so trist vor, wer weiss? Wiederum andere Objekte wechseln gleich komplett ihre Gestalt, wie muss es erst denen zuvor gegangen sein? Die restlichen Objekte bleiben zur Sicherheit gleich ganz verschwunden.

Verschwinden tut auch manchmal das Licht, und zwar immer dann, wenn man zu oft ins Leere geklickt hat. Es bleibt einem dann nur noch ein kleiner, runder Bildausschnitt, mit dem man aber trotzdem weitersuchen kann, dieser Zustand ist zwischendurch aber auch mal ganz angenehm. Ich habe ab und zu sogar mit Absicht fehlgeklickt, wenn ich das Bild nicht länger sehen wollte, und unabsichtlich, wenn sich ein Objekt auch nach dem sechsten Anklicken einfach nicht von der Bildfläche verabschieden wollte, das kam aber eher selten vor. Wer mit dem Suchen nicht warten möchte, bis das Licht wieder angeknippst wird, dem empfehle ich die grosse Taschenlampe aus dem Geschäft. Diese kann man dort mit Münzen, die auf nicht-variable Art und Weise in fast jedem Level versteckt sind, kaufen, und sie verhilft einem zu einem grösseren Bildauschnitt.

Im Geschäft kann man jederzeit verschiedene Dinge zu verschiedenen Preisen kaufen, allerdings lässt das Angebot ein wenig zu wünschen übrig. Der doppelte Cursor, der Tipp und die grosse Taschenlampe sind ja noch ganz nützlich, aber die zu erwerbenden Minispiele sind nichts für anspruchsvolle Spieler. Das "Mistkäferspiel" ist ein Memory und hat die erste Silbe seines Namens nicht zu Unrecht. Bei "Simon Says" muss man mehrere Symbolabfolgen korrekt wiederholen, macht man einmal einen Fehler, ist das Spiel sofort beendet und das Geld, welches man dafür ausgegeben hat, ist weg. Allerdings ist dieses Spiel eine gute übung für das letzte Rätsel. Auch mit dem "Wack-a-Wipi"-Spiel kann man für das finale Rätsel trainieren, es ist aber dennoch nur schwer mit dem Wort Herausforderung in Verbindung zu bringen. Das vierte und letzte Minispiel ist das "Statuen-Spiel", bei dem man es schaffen muss fünf Statuen auf die niedrigste Position einzustellen. Das einzig schwierige daran, klickt man eine Statue an, bewegen sich andere mit. Ich denke, man sollte seine Münzen lieber für schlechte Zeiten sparen, obwohl sich die Minispiele als Abwechslung zum eher eintönigen Hauptspiel durchaus eignen.

Wipi ist das Maskottchen des Spiels und guckt vorsichtshalber auch nur ab und zu ganz kurz um die Ecke. Wenn er dabei von einem erwischt wird, ist er überhaupt nicht böse, im Gegenteil, er schenkt einem dann sogar noch einen zusätzlichen Tipp. Er ist es auch, der einem diejenigen Objekte anzeigt, die man alleine nicht finden kann, und auch da will er immer schnell wieder weg, wofür ich aber durchaus Verständnis habe. William dagegen bezeichnet Wipi als schauerliche Kreatur, also ich finde, dass hat der kleine Kerl absolut nicht verdient! Schliesslich will er uns ja nur helfen, das Spiel möglichst schnell hinter uns zu bringen. Ausserdem kann man hier noch selbst entscheiden, ob man sich von ihm helfen lässt oder nicht. Es gibt nämlich auch noch so ein kleines, gemeines Sternchen, dass einem unaufgefordert den Spass am Suchen nimmt, indem es einfach so mir nichts-dir nichts an einem versteckten Objekt aufleuchtet.

Die übrigen 18 Level setzen sich aus 9 Wimmelbildern und 9 Rätseln zusammen, wovon jeweils eines in jedem der 9 Kapitel vorkommt. Bei den Wimmelbildern sucht man jedes Mal ein paar Inventarobjekte und 5 Teile einer Pharao-Maske, die nicht variabel sind. Bei einem erneuten Durchspielen macht sich das eindeutig in der Gesamtspielzeit bemerkbar. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein und dieselbe Maske hier immer wieder vor Freude platzt, aber irgendeinen Grund wird sie wohl haben. Man muss sie auch nach jedem Zusammenbasteln in die selbe Geheimtür einsetzen, um das Rätsel-Level freizuschalten. Ich meine mich erinnern zu können, dass das bei Indiana Jones mit den Geheimtüren irgendwie spannender war, aber der ist in einem Film ja auch nicht 9 mal an der selben vorbeigekommen. Ausser in den Rätsel-Leveln findet man überall Inventarobjekte, von denen man die meisten an einem anderen als dem Fundort einsetzen muss. Gott sei Dank verrät einem hier aber kein kleines, gemeines Sternchen, wo man was einzusetzen hat. Man kann nur mit Hilfe des sich verändernden Cursors feststellen, wo sich die Stelle befindet, an der man etwas einsetzen muss. Die Inventarobjekte aus dem vorletzten Level eines jeden Kapitels braucht man, um das anschliessende Rätsel lösen zu können.

Das Rätsel, das es zu lösen gilt, wird jeweils zuvor in William's Tagebuch beschrieben, da klingt es allerdings komplizierter und aufregender als es letztendlich ist. Auch hier muss man selbst herausfinden, wo jedes seiner Inventarobjekte einzusetzen ist. Ein kleiner aber feiner Hinweis, der immer dann erscheint, wenn man den Cursor zufällig über eine der Einsatzstellen bewegt, hilft einem ein wenig dabei. Man muss Schlösser und Türen öffnen, Objekte bestimmten Symbolen zuordnen, Pfeile zum Abschuss bringen, Statuen die passenden Objekte aushändigen, Wasser zum Kochen bringen, ein kleines Puzzle mit sage und schreibe 4 Teilen lösen und sich zum Schluss den Weg aus einem Gefängnis freispielen. William jedenfalls staunt im Zusammenhang mit den Rätseln über den Erfindungsreichtum der alten ägypter, deswegen bin ich mittlerweile auch der festen überzeugung, dass er in Wahrheit in einem ganz anderen ägypten gewesen ist.

Selbst derjenige, der gerne und oft "Unterschiede"-Spiele macht, wird sich mit diesem Spiel ein wenig unterfordert fühlen. Die Unterschiede sind meistens viel zu offensichtlich und bei der Gestaltung viel zu eintönig. Die Musik lässt einen zu Beginn durchaus noch mit der Hüfte wackeln, aber dann wird sie monoton und passt sich der Grafik des Spiels an. Auch wenn man am Anfang zwischen einem einfachen und einem schweren Schwierigkeitsgrad wählen kann, wird man im Spiel keine Unterschiede feststellen können. Ich habe beide Grade komplett durchgespielt und keine entdecken können.

 

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