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Cruel Games: Rotkäppchen


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Skywind Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 18.11.2012
Deutsch: 17.03.2013


Nach einem Date mit deinem Liebsten glaubst du, der niedliche Teddy auf deiner Kommode sei ein Geschenk von ihm. Doch sehr schnell stellst du fest, der Märchenerzähler, wie die Presse ihn nennt, hat wieder zugeschlagen. Der verrückte Serienkiller hat deinen Freund entführt und will mit dir spielen. Als Rotkäppchen bezeichnet er dich, legt eine Fährte von Hinweisen und Puzzlen, die dich zu deinem Freund oder auch ihm näher bringen sollen. Und immer ist er dir einen Schritt voraus.

Zwei Modi stehen zu Beginn zur Auswahl. Neben den Aufladezeiten für Tipp und überspringfunktion unterscheiden sie sich noch im Glitzern von aktiven Zonen. Der zweite Modus beinhaltet außerdem eine Strafe für zu schnelles Klicken. Als zusätzliche Hilfe gibt es eine Karte, die über dein Tagebuch zu erreichen ist. Hier siehst du, wo du bist, wo es aktuell (tatsächlich) etwas zu tun gibt und ein Klick bringt dich an den jeweiligen Ort. Diese Karte ist allerdings immer nur auf den zweiten Klick zu erreichen, das Tagebuch schlägt zunächst erst den Informationsteil auf, wo Codes oder Hinweise deponiert werden.

Die Grafiken haben eine seltsame Schönheit. Wie bei den meisten Spielen üblich und klischeehaft: Das Böse erscheint nur in der Nacht. Trotzdem lässt sich alles gut erkennen. Die Farben in Cruel Games: Rotkäppchen sind zum Teil fast fröhlich, auch wenn es die Bilder nicht sind. Horror - oder Ekelfaktoren gibt es nicht. Es scheint, dass man sich ab und an auch nicht sonderlich ernst nimmt. Zum Beispiel wenn es in einer Puzzle-Erklärung heißt: "Wie bei solchen Spielen üblich: Platziere die Zahnräder an der richtigen Stelle", oder wenn die Heldin moniert, dass es ja nicht anders zu erwarten war: Abgeschlossen und der Schlüssel nicht in Sicht.

Wimmelbilder gibt es ausreichend und fast alle werden zweimal gespielt. Allerdings mit unterschiedlichen Objekten in der Suchliste und einem ausreichenden, zeitlichen Abstand zwischen den beiden Suchaktionen. Interaktionen oder zusätzlich versteckte Objekte gibt es hier nicht, überhaupt sind die Wimmelbilder nicht sehr interessant. Mehr oder weniger vermüllte Szenen, in denen jedes Suchobjekt recht einfach zu finden ist. Und natürlich geht eines davon in dein Inventar.

Bei den Inventarobjekten wird man in Cruel Games: Rotkäppchen eine überraschung erleben und Vielspieler werden es nur schwerlich glauben können: Ein Messer ist nicht nach dem Durchschneiden eines Seiles stumpf und muss entsorgt werden. Gleiches gilt für einen Bolzenschneider. Eine Kerze kann mehr als nur eine einzige andere Kerze anzünden, ein Schraubendreher tatsächlich mehrmals drehen. Und als wenn das nicht schon reichen würde: Eine Leiter, die man mühsam repariert hat, kann anschließend nicht nur von A nach B, sondern danach auch noch von B nach C getragen und benutzt werden. Das Leben eines Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer-Spielers steckt wahrlich voller neumodischer Erkenntnisse.

Dieser positive Aspekt bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass Cruel Games: Rotkäppchen ein gradliniges Spiel ist. Es hat, vom Spielverlauf gesehen, seine Irrungen und Wirrungen. Natürlich gibt es auch die üblichen fortlaufenden Aktionen: Du findest heraus, was du brauchst, findest und benutzt es in einem Aufwasch. Aber das ist eher seltener. Und wer die Karte nicht als Transportmittel benutzt, wird einiges an Laufleistung aufzubringen haben.
Umso gradliniger ist allerdings die Geschichte. Du erfährst wenig über den Märchenerzähler, es gibt keine erzählerischen Seitenstränge. Du folgst einzig deinem roten Faden: finde deinen Freund. Das Spiel wird keine Emotionen auslösen. Es gibt dir keine Anreize, etwas erfahren zu wollen. Die Protagonistin selbst ist im Spielverlauf eher kühl und fast unbeteiligt. Und auch die Puzzles sind nichts, was man lobend erwähnen kann. Bis auf eines sind sie alle offensichtlich, erfordern vielleicht ein wenig Geduld, niemals aber Köpfchen. Es sind alte Bekannte und ähnlich wie die Wimmelbilder hinterlassen sie das Gefühl: Sie sind da. Man kann sie spielen. Nicht mehr.

Und das ist es, woran das ganze Spiel mangelt: Emotionen, Kreativität, Originalität, Engagement. Es ist schön anzusehen. Es nimmt sich nicht immer ernst. Die Sache mit den "wiederverwendbaren" Inventarobjekten ist gut. Der Spielverlauf ist leichtgängig, flüssig, hat keine Ecken, keine Kanten. Erst das Ende bietet eine überraschung und macht neugierig. Aber da ist es dann zu spät. Cruel Games: Red Riding Hood hat nichts, woran man sich im positiven Sinne reiben könnte. Es ist nett, so lange man es spielt, was etwa 3,5 - 4 Stunden sein werden. Aber mehr ist es leider nicht. Was schade ist, denn es hätte viel mehr werden können.


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