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Cruel Collections: The Any Wish Hotel


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Jetset Studios

Download: BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 04.06.2014

Durchaus passables Wimmelbildabenteuer mit teilweise knackigen Rätseln
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Der Besitzer des Any Wish Hotels hat uns kontaktiert und um unseren Besuch gebeten da ein Gast verschwunden ist. Dort angekommen, belauschen wir ein Gespräch und stellen fest, dass wir in eine Falle gelockt wurden. Als wir die Recherchen aufnehmen wollen, erweisen sich die restlichen Bewohner als nicht besonders kooperativ, zudem verfolgt uns ein seltsamer Mann mit ungewöhnlichen Kräften. Können wir das Rätsel des Hotels lösen und daraus fliehen, bevor wir für immer dort gefangen sind?

Die Geschichte klingt nicht nur etwas konfus, zugegebenermaßen, sie ist es auch. Eine Schmetterlingsvision zu Beginn, ein vor uns fliehender Professor und ein merkwürdiger Hoteleigentümer wollen so gar nicht zueinander passen. Am Ende klären sich zwar viele Fragen, aber die eine oder andere wird trotz allem zurückbleiben. Die Handlung an sich rückt aber schnell in den Hintergrund, da das Spiel nach einigen Anlaufschwierigkeiten Fahrt aufnimmt und uns permanent beschäftigt.

Optisch gesehen hinterlässt es nicht den modernsten Eindruck, dennoch sind die Grafiken klar und deutlich. Lediglich in den Zwischensequenzen sticht uns eine gewisse Unschärfe ins Auge. Die Figuren besitzen keine Stimmen, so dass wir ihr Gesprochenes komplett ablesen müssen, außerdem stehen sie unbeweglich da, wenn sie mit uns agieren.  Allerdings können wir die Dialoge schnell durchklicken und je nach Belieben die Einspieler überspringen.

Drei Modi, die sich nur durch die Aufladezeiten von Tipp und Skip und in der Häufigkeit des Hinweisglitzerns unterscheiden, sind eigentlich nicht erwähnenswert. Trotzdem lassen sie sich während des Spiels jederzeit ändern. Interessanter ist da schon das Tagebuch, das nicht nur alles mitschreibt und uns die Zwischensequenzen erneut ansehen lässt, nein, es gibt uns auch Hinweise darüber, was wir am besten als nächstes tun sollten. Ein Blick hinein lohnt sich hier immer. Eine Karte, über die wir uns auch bewegen können ist ebenfalls vorhanden, jedoch ist sie bei weitem nicht so hilfreich wie das Journal. So lange ein Bereich nicht vollständig erledigt ist, wird er darin als aktiv angezeigt, auch wenn wir den notwendigen Gegenstand noch gar nicht in unserem Besitz haben. Da die Wege meistens überschaubar sind oder wir zumindest fast immer wissen, wo wir unser Gepäck einsetzen müssen, lohnt da durchaus auch ein Fußmarsch.

Ein Problem möchte ich noch kurz erwähnen. Wir betreten nach und nach die Zimmer der anderen Gäste. Bereits beim ersten davon verschwanden bei mir die Richtungsanzeiger und das Lupensymbol des Cursors. Stattdessen tauchte jedes Mal ein Fragezeichen auf, wenn ich eine Szene näher untersuchen konnte. Die Richtungsanzeiger blieben verschwunden, ich konnte mich aber fortbewegen, indem ich einfach in die Nähe der Türe klickte, durch die ich hindurch wollte. Als ich das Spiel verlassen habe und es neu startete, war alles wieder beim Alten, bis der nächste Raum mit einer Durchsuchung dran war. In Foren hatten zahlreiche Spieler die verschiedensten Schwierigkeiten, bis hin zu dem Punkt, dass sie gar nicht mehr weiterspielen konnten. Das war bei mir nicht der Fall, ich möchte an dieser Stelle nur darauf hinweisen, dass es Probleme geben könnte. Dies betrifft bis jetzt aber nur die englische Fassung.

Die meisten der insgesamt 24 Wimmelbilder besuchen wir ein zweites Mal. Es handelt sich ausschließlich um Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen, die ab der Hälfte des Spiels etwas aufwendiger und kreativer werden. Alle Objekte sind gut zu erkennen und bereiten auch Neueinsteigern keine Schwierigkeiten.

Genauso verhält es sich auch bei den Rätseln. Zu Beginn stoßen wir auf einige einfache Vertreter, die uns sicherlich bekannt vorkommen, aber im fortschreitenden Spielverlauf werden diese merklich anspruchsvoller und schwieriger. So müssen wir zwei Kugeln durch ein Labyrinth bugsieren, die sich dabei nicht berühren dürfen, Klaviernoten nach Farbe sortieren, indem wir sie rotieren lassen, einen Schmetterling aus Fragmenten zusammensetzen, Flaggen verschiedenen Ländern zuordnen, um einen Code zu erhalten und Bücherreihen sortieren, um in jeder dieser Reihen am Ende die gleiche Summe zu erhalten. Einige sind mit etwas Nachdenken gut lösbar, andere wiederum erfordern ein hohes Maß an Geduld und Kombinationsgabe. Aber immer passen sie hervorragend ins Geschehen, so dass wir anschließend auch wissen, warum wir uns die Mühe gemacht haben. Nie erscheint uns eine Aufgabe sinnlos oder gar unsinnig, ein Blick ins Tagebuch sorgt hier oft für Klarheit.

Wer tatsächlich alle Rätsel selbst löst wird frühestens nach fünf Stunden zum Ende gelangen. Und auch das ist anders, als wir es sonst kennen. Ausführlich werden uns zu den einzelnen Mitwirkenden Informationen an die Hand gegeben, bis sich schlussendlich auch noch jeder persönlich bei uns bedankt. Wie aber eingangs bereits erwähnt, klärt auch das nicht alle offenen Fragen, es beschert uns aber auf alle Fälle ein besseres Gefühl.

„Cruel Collections: The Any Wish Hotel“ ist ein bodenständiges Spiel, das es gar nicht notwendig hat, mit dem überflüssigen Ballast einer Sammleredition aufwarten zu müssen. Grafisch gesehen ist es nicht das ganz große Highlight, aber durchaus noch im Bereich befriedigend anzusiedeln. Positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass die Entwickler hier nicht gleich am Anfang ihr ganzes Pulver verschossen haben, nur damit das Spiel sofort nach der Probestunde in die Bedeutungslosigkeit zurück fallen kann. Im Gegenteil, hier erleben wir eine stetige Steigerung bis zur letzten Minute. Ein Probe-Download ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass technische Schwierigkeiten auftreten können.


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