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Columbus: Der Geist im Stein


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Herausgeber: Vogat Interactive
Entwickler: Vogat Interaktive

Wenn Du Columbus: Der Geist im Stein auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
07.06.2011


Die Pinta von Christoph Columbus läuft in einem Sturm auf die Felsen einer namenlosen Instel auf. Er geht im Wasser unter und sieht dort einen wunderschönen Geist, der ihn vorerst rettet. Die Sache hat aber einen Haken: Nun muss er diesen Geist namens Felipa und sich selbst innerhalb eines Monats retten, denn sonst sind sie beide für immer verloren. Aber wo anfangen? Der erste Schritt wird sein, die Pinta wieder navigationsfähig zu machen und dann geht es weiter.

In 9 Kapiteln schipperst du mit dem grossen Entdecker quer über die Erdkugel, nach Korsika, wo er lebt oder zu einem befreundeten Astronomen nach Frankreich. Allerdings sind diese Kapitel in sich nicht sehr lang und es gibt nur wenige Orte, an denen du ständig hin- und her läufst. Wenigstens ist es so etwas für Spieler, die nicht gern Tageswanderungen unternehmen.

Dabei kommst du mit dem normalen Schwierigkeitsgrad etwa auf 3,5 bis 4 Spielstunden, im schweren Modus jedoch braucht es etwas länger. Denn hier lädt nicht nur der Tipp mehr als das doppelte der Zeit auf, sondern es gibt absolut keine visuellen Hilfen. Noch nicht einmal die Wimmelbilder werden angezeigt. Dadurch bist du gezwungen, die Orte penibelst abzusuchen, um nichts zu übersehen.

Bei einer recht angenehmen Hintergrundmusik wanderst du also auf kleinem Terrain kreuz und quer. Verlaufen kannst du dich nicht, wohl aber die schöne Grafik bewundern. Sie ist recht farbenfroh, aber dabei nicht knallig, klar und detailliert. Besonders in den Wimmelbildern kommt dir dieser Umstand zu Gute und davon gibt es viele.

Der Löwenanteil besteht aus Wimmelbildern, in denen du nach Liste suchst, aber auch öfters mal nach Einzelteilen in Umrissen. Sie wirken authentisch zu Ort und Zeit, aber auf physikalische Gegebenheiten wurde nicht immer Rücksicht genommen. Ein Keks klebt an der Rolle des Segels oder die Grössenverhältnisse sind völlig daneben. Wem das nichts ausmacht, der wird seinen Spass beim Suchen haben - sofern er sich nicht von falschen übersetzungen irritieren lässt.

Da kann es gut sein, dass du anstatt eines Flugzeugs einen Hobel finden musst, der Kegel ein Stab ist oder der Bogen sich als Schleife entpuppt. Es gibt einige dieser Fehler, auch wurde einfach mal vergessen, die Schaltflächen "überspringen" und "Weiter" ins deutsche zu übersetzen. Es gab also eher ein Schnellverfahren, um das Spiel einzudeutschen, was wesentlich billiger ist als eine vernünftige übersetzung. Da der Tipp aber zumindest im normalen Modus recht schnell auflädt, kann man das verschmerzen. Im schweren Modus ist das dann schon wesentlich ärgerlicher. Ebenso die Tatsache, dass du in der Waffenkammer haufenweise äxte hast, aber nur eine davon für die Suchliste anerkannt wird.

Ausschliesslich in den vielen Wimmelbildern findest du Inventarobjekte. Die trägst du nicht lange mit dir herum, weil sie grundsätzlich im selben Kapitel und als nächster Schritt zum Einsatz kommen. Von überfüllung kann also keine Rede sein, auch nicht davon, dass du völlig ratlos da stehst und nicht weisst, wohin damit.

ähnlich ist es bei den Minispielen, die gut verteilt sind. Sie spiegeln den Spielverlauf und die Orte wieder, sind aber die übliche Wimmelbild-Kost. Du drehst Steine am Strand für Memory um, stellst mittels Gewichten ein Gleichgewicht zwischen 5 Schädeln her, puzzelst oder malst ein Schiff konform eines Beispiels an. Das ist auch für ungeübte Spieler gut machbar und wer keine Lust hat, kann sie nach der Aufladung der überspringen-Schaltfläche auch ganz auslassen. Besonders positiv ist zu sehen, dass auch an die Möglichkeit des Zurücksetzens gedacht wurde.

Das Tagebuch nimmt zwar Notizen auf, die sich aber hauptsächlich auf die Handlung und Fortführung der Geschichte beziehen. Während des Spiels wirst du langsam an der Geschichte entlang geführt, ohne zu viel lesen zu müssen.

Columbus: Der Geist im Stein ist ein Durchschnittsspiel, wie es durchschnittlicher fast nicht mehr geht. Dass die Lunte einer Kanone mit einer Kerze angezündet wird, die nicht brennt, ist nur ein kleiner Patzer, der das Spiel insgesamt nicht negativ beeinflusst. Aber es ist einfach gewöhnlich, trotz schöner Grafiken. Der Probedownload ist jedem zu empfehlen, alles, was danach kommt, kann jedoch dann auf die Dauer auch langweilen.

 


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