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Chroniken von Albian: Die magische Versammlung


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Herausgeber: playcademy
Entwickler: playcademy

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Autor: Claudia K.
Datum: 02.05.2011

Auf Einladung deiner Tante Gwendolin machst du dich auf den Weg zu ihrem Schloss. Denn in diesem Jahr ist Schloss Albian als Verstanstaltungsort für die grosse magische Versammlung auserkoren. Magier, Zauberer und Hexen aus der ganzen Welt sind auf dem Weg. Und Tante Gwendolin ein wenig verzweifelt, denn das Schloss hat seine besten Zeiten längst hinter sich, sieht heruntergekommen und verfallen aus. Doch im Schloss gibt es viele Kostbarkeiten, für die Antiquitätenhändler Fitz gutes Geld bezahlt, das man dann in die Renovierung des Schlosses investieren kann.

Fangen wir mit einem Fazit an: Bist du ein Suchfan? Macht es dir nichts aus nach winzigen Farbklecksen zu suchen? Freust du dich, wenn jede Szene vollgemüllt ist und du zur Erleichterung beim zweiten oder dritten Betreten des Ortes viele Gegenstände erneut auf deiner Liste stehen hast? Dann ist "Chroniken von Albian: Die magische Versammlung" auf jeden Fall ein gutes Spiel für dich. Es ist lang. Du wirst suchen.

Das Spiel an sich ist eine unglaublich schlechte Umsetzung der Geschichte. Dein Ziel ist es ja, Geld für die Schlossrenovierung zu sammeln, Geld, dass du zwischen den Leveln dann ausgeben kannst, in dem du einzelne Teile nach deinem Geschmack wieder herstellst. Nun, es macht dann Sinn, in einem alten Schloss nach entbehrlichen Schätzen zu suchen. Aber wenn du so ziemlich alles wertvolle in diesen vollgemüllten Suchszenen liegen lassen musst, während der Händler am Ende Höchstpreise für halbe äpfel, Taranteln, Geodreieck, das vertrocknete Blatt eines Baumes, Wäscheklammern und ähnliche
Kostbarkeiten zahlt, dann ist das nur noch lächerlich und man hätte besser getan, einfach nur die Suchszenen zu veröffentlichen, ohne dümmliche Geschichte und Dialoge.

In den beiden "Suche den Unterschied" Szenen (vielleicht gibt es noch mehr, aber ich habe irgendwann aufgegeben), bei denen ich bei beiden den zehnten Unterschied nicht finden konnte (der Tipp ist nicht einsetzbar in diesen Szenen) bekommst du einen Grund für die Suche nach Unterschieden genannt: Beim ersten Mal glaubt Tante Gwendolin, sie wäre bestohlen worden - gut, es macht Sinn, dann ein altes Bild mit dem neuen Zustand zu vergleichen. Aber nur, wenn du in Betracht ziehst, dass der Dieb die Stickerei eines Stuhles gestohlen hat, das Wappen auf einer Fahne (ohne ein Loch zu hinterlassen) oder ein Herzchen in der Streitaxt. Wahrscheinlich ist der Händler, der Höchstpreise für angebissene äpfel zahlt, auch als Hehler für solche "Kostbarkeiten" zu gebrauchen. Bei der zweiten Szene sollst du aufräumen (so ziemlich den einzigen Ort an dem es nicht aussieht wie auf einer Müllhalde) und beschneidest dann Bäume, setzt Fenster in eine Mauer oder modellierst eine Statue um.

Es gibt weitere Minispiele: öffne eine Kiste durch drehen der Ringe, wiederhole eine Sequenz. Keine Angst, es ist nicht schwierig. Und wenn du es geschafft hast, merke dir einfach die Lösung fürs zweite Mal. Man hatte offensichtlich keine Absicht, zuviel Abwechslung ins Spiel zu bringen und einfach das gleiche Minispiel gleich mehrmals benutzt. Ebenso wie du die Orte mehrmals besuchst, um teilweise die gleichen Objekte an der gleichen Stelle wieder zu finden. In einem weiteren Minispiel wird dir gesagt, dass du die (sechs) Teile einsetzen sollst, blaue Teile wären ein Joker. Entweder bin ich kurzfristig farbenblind geworden oder es gab keine blauen Teile.

Tipps gibt es in Form von 5 Zauberstäben. Diese findest du immer dann in den Folgeszenen, nachdem du einen oder mehrere benutzt hast. Du erkennst sie an den Sternen am Stabende, mehr oder weniger. Denn es kann natürlich auch ein anderer Stern sein, den du da anklickst. Zusätzlich gibt es in fast jedem Level eine Fee (vielleicht auch in jedem), die, hast du sie gefunden und angeklickt, einen Gegenstand deiner Liste wegnimmt. Häufig sind sie so zart gezeichnet, dass du eher nach einem verschwommenen Farbklecks suchen solltest. Und ein einzelner Farbpunkt kann ein Edelstein sein, der dir zusätzliches Geld gibt. Kann, muss aber nicht. Solche Farbpunkte oder auch "echt" aussehende Edelsteine können ebenso gut Verzierungen, Augen von Tieren oder anderes sein.

Die Grafiken sind erstaunlicherweise gar nicht so schlecht und, gemeinsam mit der Länge, der einzige Grund, dass das Spiel überhaupt Tassen bekommen hat. Gute Grafiken im Sinne von: Nicht verschwommen, die Gegenstände sind (sofern sie richtig benannt sind) gut dargestellt, wenn auch manchmal winzig oder Ton in Ton. Die einzelnen Zimmer bieten durchaus nette Aspekte, wenn man sich den Müll wegdenkt. Allerdings ist auch hier Schwerkraft nur ein Gerücht und du wirst so manches Bügeleisen argwöhnisch betrachten, weil es seine Schwebeübung vermutlich schmerzhaft auf deinem Kopf beenden würde, ebenso wie der Hammer und anderes, was sich ohne Hilfsmittel freischwebend an der Wand lehnt und nur darauf wartet, den Boden oder Wertvolleres zu zertrümmern. Und trotz der Grafiken, jede Szene kommt einem ewig vor. Was vielleicht auch daran liegt, dass das Zeitlimit sehr grosszügig bemessen ist.

Manchen Spielen kann man zu Gute halten, dass sie alt sind und deshalb so gar nicht in den Standard der heutigen Zeit passen. Die "Chroniken von Albian: Die magische Versammlung" sind nicht einmal ein halbes Jahr alt. Es gibt keine Entschuldigung für solch ein Spiel. Wie oben bereits bemerkt: Der reine Suchfan, den das Spiel als Gesamtpaket nicht interessiert, sondern nur das Such-Erlebnis will, der wird hier fündig. Aber selbst dafür gibt es bessere Spiele. Allen anderen kann man nicht mal den Probedownload empfehlen, es ist einfach verschwendete Zeit.


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