Christmas Stories: Der gestiefelte Kater


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum (Normal): 03.01.2016


Schönes Weihnachtsspiel, aber spielerisch eher für Kinder
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Die Katze, die du am Weihnachtsabend zitternd auf deiner Treppe gefunden hast, entpuppt sich als ein Helfer des Weihnachtsmannes. Es geht um ein böses Verbrechen und du musst helfen. So gelangst du als eine der wenigen in das Reich des Weihnachtsmannes am Nordpol. Dort erfährst du, dass der magische Weihnnachtsstern verschwunden ist und ohne diesen Stern kann Weihnachten nicht stattfinden. Wer könnte so etwas Bösartiges tun? Und warum?

Vier Modi stehen zur Auswahl, einer davon bietet die Möglichkeit, individuelle Einstellungen vorzunehmen. Allerdings muss gesagt werden: die Option "Kein Text" ist wirkungslos. Man erhält trotzdem die dümmlichen Texte der Protagonistin (oder des Protagonisten), wenn sie etwas anklickt. Die Katze Simon dient, neben zuverlässiger Karte und ebenfalls zuverlässigen Tipp, als Helfer; später wird Simon durch eine andere Katze ersetzt.

Bei den Wimmelbilder gibt es Wortsuchlisten mit Interaktionen, Textsuchen, Lege-Zurück-Szenen, Umriss-Suchen. Und wie so oft: selbst für Blinde sind die offensichtlichen Objekte nicht zu zu übersehen. Abwechslungsreich? Ja, sicher. Teilweise kann man sich sogar vorstellen, dass an den Suchstellen so viel Kram rumliegt, aber das Wort "suchen" ist hier größtenteils eine Fehlbesetzung.

Auch bei den Puzzles strengt Elephant Games den geneigten Spieler nicht wirklich an. Man hält sich an alte (zum Teil ungeliebte) Bekannte, besetzt das ein oder andere Puzzle mit mehreren (und immer zu viel) Leveln und damit hat es sich.

Grafisch ist es wirklich kristallklar und sehr schön, wenn auch völlig verkitscht. Die Spielzeit ist relativ kurz, aber wir haben schon kürzere Spiele gesehen. Die Animationen sind zwar nett aber zeitschindend. Nunja, zumindest sind sie nett und lustig, da kann man schon mal darüber hinwegsehen, dass ein guter Teil der wenigen Spielzeit eben für die Animationen drauf geht. Auch die Stimmen und die Hintergrundmusik sind gut gewählt, verschafft dem ganzen zusätzlich eine heitere, leichte Stimmung. Das Logik bei Elefant Games grundsätzlich auf Abwegen ist, braucht man erfahrenen Spielern nicht zu sagen, trotzdem macht es im Hauptspiel Christmas Stories: Der gestiefelte Kater den Eindruck, dass man nicht ganz so großzügig mit dem "Irrsinn" umgegangen ist.

Für die Sammleredition: Simon und du werden im Bonusspiel noch einmal nach Catstown gerufen. Logik ist hier endgültig verschwunden - dass Anna in einem Raum ist, den du erst mühsam öffnen musst, ist nur eines der vielen Fragezeichen, die dabei wild winkend in einem funktionierenden Hirn aufblitzen. In den Extras gibt es Auszeichnungen, Musik, Hintergründe und Bildschirmschoner (benutzt die heute noch wer?) und Konzeptkunst. Im Geheimen Raum kannst du die Wimmelbilder nachspielen. Ich vermute, dass man irgendwo auch noch Legepuzzles spielen kann, denn warum sonst hat man im Hauptspiel Puzzleteile eingesammelt.

Und als Fazit bleibt: Spielerisch ist Christmas Stories: Der gestiefelte Kater genau das, was Elephant Games fast nur noch abliefert - ein Spiel für Kinder. Ob jetzt die Wimmelbilder oder die Puzzles, der wenig innovative Spielverlauf; für Erwachsene ist es wirklich wunderschön anzusschauen, aber wenig wirklich zu tun, als Voraussehbares nur davon gebremst zu erledigen, dass es Animationen gibt. Was soll's ... bald ist Weihnachten und es ist ein niedliches Spiel für die Weihnachtszeit. Eines, das auch die Realisten und Skeptiker ab und an lächeln lässt.