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Christmas Stories 3: Hans Christian Andersen 'Der Zinnsoldat'


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 09.12.2014
Deutsch (Normal): 25.12.2014


Vorweihnachtliches Spielevergnügen für Jung und Alt
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Unser alter Freund, Albert der Nussknacker, schreibt uns einen Brief, in dem er um Hilfe bittet. Ein missgünstiger Baron hat seine Schwester Nina, ihren Verlobten Charlie und ihn selbst in Spielzeugfiguren verwandelt. Als wir dort eintreffen, ist das Chaos bereits perfekt. Garstige, grüne Trolle wüten vor Ort und während wir uns noch einen überblick verschaffen, wird Nina auch schon entführt, wobei der Rattenkönig nicht ganz unschuldig ist. Mutig und unerschrocken machen wir uns mit einem Nussknacker und einem Zinnsoldaten im Gepäck auf den Weg, um das Geschwisterchen zurückzubringen und dem Baron das Handwerk zu legen.

Dieses Mal haben Elephant Games nicht ganz so tief in die Kiste mit Dekorationen und Weihnachtsschmuck gegriffen, so dass wir uns nicht gleich von Beginn an komplett erschlagen fühlen, aufgrund der ganzen Eindrücke. Es ist aber immer noch genug übrig, um eine vorweihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen und auch an niedlichen Kätzchen und Hundewelpen wurde nicht gespart.  Für den Spaß sorgen die grünen Trolle, die bei weitem nicht so gefährlich sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, sondern lediglich durch ihre Tollpatschigkeit für eine Menge Unruhe sorgen. Im Hintergrund hören wir verschiedene Weihnachtslieder, wobei ich festgestellt habe, dass ca. ab der Hälfte des Spiels der Ton überhaupt nicht mehr funktionierte und nur noch entnervende Geräusche aus dem Lautsprecher kamen. Dabei sind die Stimmen wunderbar passend ausgewählt und die Dialoge so unterhaltsam, dass wir ihnen gerne lauschen. Auch Hans Christian Andersen, der Autor des ursprünglichen Märchens „Der standhafte Zinnsoldat“, bekommt eine Rolle in dieser Geschichte.

Bevor wir allerdings in die Handlung einsteigen, kommt die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Vier stehen zur Auswahl und einer davon ist wieder so gestaltet, dass wir ihn selbst zusammenstellen können. Als Unterpunkte wären da Dinge wie die Aufladezeiten von Skip und Tipp, die Anzeige von Aufgaben (was bei mir ebenfalls nicht funktionierte) und Hinweisen zu Texten, eine Einführung und das obligatorische Glitzern, das im einfachsten Modus sehr üppig ausfällt. Eine änderung ist jederzeit möglich.

Im linken unteren Bildrand macht es sich der Zinnsoldat gemütlich. Wann immer er uns behilflich sein kann, fuchtelt er aufgeregt mit den Armen umher. Auf der rechten Seite befindet sich Albert, der Nussknacker, der überwiegend als Hinweisgeber fungiert, manchmal aber auch Erklärungen abgibt. Die Karte, deren Nutzung teilweise unerlässlich ist, gaukelt uns gelegentlich Aufgaben an Orten vor, die wir noch gar nicht erledigen können. Sicherer ist es hier, mit dem Tipp zu arbeiten, der ebenfalls über eine Transportfunktion verfügt. Zusätzlich befinden sich in unserem Inventar immer wieder Gegenstände, die mit einer Schneeflocke gekennzeichnet sind. Diese ersetzt das sonst übliche Plussymbol und weist darauf hin, dass wir uns dieses Objekt näher betrachten sollen. Unerfreulicherweise bieten uns die Entwickler hier in den Dialogen wieder mehrere Fragen an, die wir unserem Gegenüber stellen können, doch letztendlich müssen wir alle diese Fragen auswählen, um den Dialog zu beenden.

Kein Wimmelbild ist wie das andere, jedes besuchen wir nur ein einziges Mal und das in gut verteilten Abständen. So suche wir nach gleichen Paaren, wobei sich die einzelnen Teile aber noch hinter anderen Gegenständen verstecken, finden Utensilien nach Umrissen, arbeiten eine Wortliste ab oder entdecken Fragmente, die sich zu einem Objekt zusammensetzen. Dazu gibt es noch die Variante, bei der uns eine Geschichte erzählt wird und wir die Begriffe in Großschrift aufzustöbern haben und Assoziationen auf die Spur kommen müssen.

Die Anzahl der Rätsel ist sehr überschaubar. Zu Beginn ist es unsere Aufgabe, eine Erzählung nachzuspielen oder einen Trank zu brauen. Dann müssen wir gleiche Paare finden, die sich in Blasen befinden und die auf einer Linie liegen. Den Zinnsoldaten schicken wir durch ein Labyrinth bis zu einem Rohr und wenn er da durchgerutscht ist drehen wir weitere Rohre, bis sie eine Verbindung haben. Zu guter Letzt vereinigen wir dann mehrmals mit einer Linie Symbole nach Vorgabe und haben wir die richtige Reihenfolge erstellt, lösen wir pro Symbol ein weiteres kleines Puzzle. Alle sind stimmig in die Geschichte eingebaut, unterhaltsam und zu keiner Zeit frustrierend.

Die Spielzeit liegt im unteren Durchschnittsbereich, zumindest für geübte Spieler. Wer sich für die Sammleredition entschieden hat, bekommt gleich zwei Bonuskapitel dazu. Darin geht es einmal um den Traum der Katze Gerda und einmal um den des Katers Kay. Eingefleischte Märchenkenner werden nun sicherlich erraten, dass der Inhalt auf dem Märchen „Die Schneekönigin“ basiert, allerdings sind alle Mitwirkenden Katzen. Als Extras zum Einsammeln gibt es Puzzleteile, die, sofern wir alle gefunden haben, zu Bildschirmschonern zusammengesetzt werden können. Außerdem verstecken sich in den rosafarbenen Geschenkpäckchen 15 Katzenfiguren, die aber lediglich in einem Zimmer ausgestellt werden. Auch Trophäen, Wallpapers und die Musik werden zur Verfügung gestellt.

„Christmas Stories 3: Hans Christian Andersen’s Tin Soldier“ ist ein Spiel für die ganze Familie. Die Figuren wurden mit viel Liebe und teilweise hohem Unterhaltungsfaktor ausstaffiert, der Handlung können wir zu jeder Zeit folgen und die Aufgaben sind problemlos zu lösen. Durch die sehr abwechslungsreichen Wimmelbilder und die „weniger ist mehr“-Mentalität bei den Rätseln wirkt alles sehr durchdacht und flüssig. Vermutlich schafft es dieses Spiel sogar, den einen oder anderen Weihnachtsmuffel in seinen Bann zu ziehen, die Probestunde ist hier eine gute Entscheidungshilfe.


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