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Cate West: Die verlorenen Beweise


tassentassentassen
Herausgeber:Real Arcade
Entwickler:Gamenauts

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Autor: Sonja R.

Die Polizei steht ratlos vor einer Serie unerklärlicher Fälle, die die Bevölkerung in Panik versetzen. Hilf Cate, Hinweise zu suchen, Beweisstücke zu vergleichen und den Täter zu finden. Was haben diese rätselhaften Verbrechen mit den Drei Weisen aus dem Morgenland zu tun?

Hört sich originell an, ist auf die Dauer aber ziemlich eintönig. Das Spiel läuft in jedem der 15 Kapitel nach dem gleichen Schema ab: Drei bis vier Wimmelbilder, dann das Suchen der verstreuten Einzelteile der Beweisstücke als Wimmelbild, das Vergleichen von Cates Vision mit dem tatsächlichen Tatort, die Verhaftung des Verdächtigen und abschliessend die Rekonstruierung des Tatorts. Zum Ende hin werden es mehr Wimmelbilder, Beweisstücke und Unterschiede, aber ur selten weicht ein Kapitel von dem vorgegebenen Muster etwas ab. Im Einzelnen sieht das so aus:

Die Wimmelbilder sind überladen und ihre Grafik nur durchschnittlich. Dabei wird dann schonmal ein Handfeger als Bürste bezeichnet oder eine Pepperoni als Paprika. Bei längeren Wörtern in der Liste wird der 2. Teil des Wortes meistens von dem nachfolgenden Begriff überdeckt, so dass man manchmal nicht genau lesen kann, was gesucht wird. Schön wäre es auch gewesen, wenn man die gefundenen Objekte schneller anklicken könnte. Es muss immer gewartet werden, bis das Spiel den Klick gewertet hat, dann geht erst das nächste. Manche Objekte können auch nur an einem ganz bestimmten Punkt angeklickt werden, was zu allem überfluss auch noch eine Zeitstrafe von 20 Sekunden einbringt, wenn man einfach nur versucht, es irgendwie an irgendeiner Stelle anzuklicken. Für jedes Bild gibt es 20 Minuten Zeit, wenn es später vier Bilder sind, insgesamt 50 Minuten. Das ist mehr als ausreichend, zur Not steht der Tipp zur Verfügung. Er lädt sich in einem guten Tempo wieder auf, mindert aber die Punktezahl.

Diese Wimmelbildsuche am Anfang bringt immer zwei Beweisstücke, später auch drei oder vier zu Tage. Diese sind in ihre Einzelteile zerfallen und müssen in je einem Wimmelbild zusammen gesucht werden. Anschliessend kommt dann das Vergleichen von Cates Version mit dem Tatort. Dieses Unterschiedsuchbild birgt immer 10 Unterschiede, zum Schluss hin dann 12 und 15, die auch zum Teil gut gemacht sind. Es sind kleine Unterschiede, z.B. eine Farbveränderung oder auch ein kleines Detail, das auf einem der Bilder fehlt. Genauso kann es ein Grössenunterschied von etwas sein. Diese Suchbilder sind von der Grafik recht gut und das wirft unwillkürlich die Frage auf, warum man das nicht im ganzen Spiel umgesetzt hat.

Die Verhaftung des Verdächtigen ist eine schöne Idee. Mithilfe der Beweisstücke erkennt Cate einige Eigenschaften, die der mutmassliche Täter hat. Diese aufgelisteten Eigenschaften sind mit den Informationen über die Personen abzugleichen, die bildlich dargestellt sind. Es wäre eine tolle Sache, wenn der eigentliche Täter dann auch wirklich mit den Indizien übereinstimmen würde, denn oft ist diese übereinstimmung nicht ganz schlüssig. Oder es gibt mehrere Verdächtige, auf die exakt alle Indizien passen. Dann ist es ein Lotteriespiel, den richtigen zu finden. Allerdings muss man das nicht direkt, es gibt lediglich weniger Punkte, umso mehr Versuche man braucht, den richtigen zu erwischen.

Zu guter Letzt in so einem Kapitel kommt dann die Nachstellung des Tatorts. Hier hast du zwei Mal das gleiche Bild nebeneinander, aber in beiden Bildern fehlen einige Gegenstände. Die sind alle unten in der Leiste aufgereiht und du musst den ursprünglichen Bestimmungsort finden. Als Hilfe hast du dabei das jeweils 2. Bild, in dem Gegenstand an seinem Platz zu sehen ist. Durch Anklicken wird er aus der unteren Leiste genommen und durch erneutes Klicken an die richtige Stelle im Bild gesetzt. Die Grafik ist auch hier recht klar und gut. Danach kommt die Gerichtsverhandlung und der Täter wird schuldig gesprochen - Kapitel beendet.

Ausser dem Zeitmodus gibt es keinen anderen. Technisch ist das Spiel insgesamt nicht auf der Höhe. Möchte man es kurz verlassen, indem man es minimieren möchten, ist anschliessend nur noch der Fenstermodus aktiv und umständlich über das Menü muss der Vollbildmodus wieder eingestellt werden. Oder aber man fliegt sogar ganz aus dem Spiel. Die Zwischensequenzen können übersprungen werden, die Dialoge während der Level aber nicht. Das macht das Ganze ziemlich langatmig, denn Cate hat die Angewohnheit, doch immer die gleichen längeren Sätze zu allem zum Besten zu geben. Wenn man ihre schönen, braunen Augen sehen möchte, sollte man sich die Zwischensequenzen am Anfang jedes Kapitels aber schon ansehen, denn das ist die einzige Chance dazu. Das arme Mädchen läuft während der Kapitel ständig mit zusammen gekniffenen Augen durch die Gegend, vielleicht braucht sie eine Brille?

Musik und Nebengeräusche sind recht angenehm, aber insgesamt wirkt das Spiel etwas altbacken, insbesondere wegen der Grafik in den Wimmelbildern und dem starren Schema, nach dem die Kapitel ablaufen. Das Ganze etwas flexibler, eine bessere Grafik und nicht diese langgezogenen Kommentare und das langsame Klicken - es hätte ein gutes Spiel werden können. So ist es leider nur durchschnittlich und aller Verzögerungstaktik zum Trotz eher ein Spiel auf der kürzeren Seite.


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