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Campfire Legends: The Babysitter


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Herausgeber: Game House
Entwickler: Absolutist

Download: Deutschland-Spielt

Wenn Du Campfire Legends: The Babysitter auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 31.10.2010


Ein Jahr ist es her, dass Mädels gemeinsam am Lagerfeuer sassen und sich in "Campfire Legends: The Hookman" eine Gruselgeschichte erzählten. Nun, entweder sitzen sie immer noch da oder es ist ein neues Grüppchen, jedenfalls wird eine neue Geschichte erzählt. Diesmal geht es um Lisa, die sich durch Babysitten beim Dekan ihres Colleges eine positive Referenz für ihre Studienbewerbung erhofft. Wie zu erwarten: Es läuft nicht ganz so gut, denn die zu hütenden Zwillinge sind unwillig und es scheint, ein geheimnisvoller Vierter ist mit im Haus.

Während du im ersten der Kapitel eigentlich nur versuchst, die Zwillinge unter Kontrolle zu bekommen, wirst du in Kapitel 2 als Hauptziel fünf Videokasetten finden müssen (Kapitel 3 besteht dann aus einem Level in dem du zu fliehen versuchst).

In erster Linie handelt es sich um ein Spiel im Abenteuer-Stil. Du wirst zuerst duch die Zimmer eines Hause, dann durch die Räume eines Labors geschickt. An jedem Ort befinden sich ein oder zwei Nahansichten in denen es Dinge zu finden gibt. Und diese Nahansichten wirst du dann immer und immer wieder anklicken müssen um nach Objekten zu suchen. Insgesamt sind es (einschliesslich der Nahansichten) 20 unterschiedliche Szenen.

Dabei gibt es nicht wie üblich eine Suchliste, die erscheint, wenn du einen Raum oder eine Nahansicht betrittst, sondern du wirst erst den Punkt finden müssen, den es anzuklicken gilt, damit Suchobjekte als Bilder in deine Liste gesetzt werden. Und so wirst du eine Tür oder ähnliches bis zu dreimal anklicken müssen: 1. Oh eine Türe 2. Oh, jetzt sehe ich sie näher 3. Oh, ich muss erst einen Schlüssel suchen. Wirklich spannend. Die gefundenen Dinge benötigst du dann für Puzzle jeglicher Art. Die meisten sind recht einfach zu lösen, zwei aber sind kniffelig und eines davon habe ich in der Form noch nicht gesehen, hoffe aber, dass es von nun an öfter erscheint. Verbinde Kabel, aber nur Kabel, die unter Strom stehen können gedreht werden. Das war wirklich anspruchsvoll und hat einige Zeit in Anspruch genommen. Andere sind einfach nur auf "Versuch macht kluch" aufgebaut oder sonst wie hirnlos.

Immer gern genommen: Schicke den Spieler für ein Objekt durch das ganze Haus bzw. Labor. Auf enervierende Weise passiert dies auch hier immer wieder. Aber keine Angst, all zu viel spielen musst du nicht. Die Gesamtspielzeit von ca. 2 bis 3 Stunden wurde durch gefühlt 150 Videoszenen verlängert. An manchen Stellen hat man das Gefühl, dass die Entwickler sich zu Filmemachern berufen fühlten, aber Geldnot sie zwang ein Spiel zu machen. Ausbaden müssen es die Spieler.

Die Geschichte ist nicht sonderlich clever, dazu schlecht geschrieben, der gesamte Sound eher mässig gruselig angehaucht. Es ist Halloween und da dürfen dann an drei Stellen riesenhafte Tiere, die dir förmlich ins Gesicht springen, nicht fehlen. Ein nur für Phobiker gruseliges Erlebnis, ansonsten eher zum gähnen. Der Hinweis, Glühwürmchen, die wie dicke, fette Borkenkäfer aussehen, sind massenhaft zu finden, du kannst sie einsammeln und es erscheinen neue, sobald du einen Hinweis verbraucht hast. Minispiele können übersprungen werden, allerdings musst du dafür erst drei Hinweise einlösen (die nicht hilfreich sind). Bist du in einer Nahansicht, wird der Hinweis dir anzeigen, wo eines der Suchobjekte steht. Musst du mehrere Dinge einer Art suchen, wie Murmeln oder ähnliches zeigt dir der erste Hinweis in welchem Raum, der zweite die "Nahansicht", der dritte das Objekt.

Bemerkenswert sind die allerdings die Grafiken. Vielleicht liegt es daran, dass das erste Spiel von Gamehouse Studio selber entwickelt wurde, man sich diesmal aber für eine aussenstehenden Entwickler, Absolutist, entschieden hat. Das Spiel hat tatsächlich nicht viel zu bieten, die Grafiken aber sind wirklich schön gemacht. Bis auf einige wenige Objekte die kaum als das erkennbar sind, was sie sein sollen, ist das Spiel durchaus ein Augenschmaus. Da übertrifft es eindeutig den Vorgänger, fällt aber ansonsten unter das schon nicht weit oben anzusiedelnden Niveau desselbigen.

Fazit: 1,5 Tassen für die Grafiken, 1 Tasse für die beiden wirklich guten Puzzle. Lohnt es sich dafür Geld auszugeben? Nein. Das Spiel ist langweilig, die Geschichte langatmig, die Videoszenen nervend, das Spiel unausgegoren und kurz gehalten. Die Orte, die du siehst, hätten viele Möglichkeiten geboten, die einfach nicht genutzt wurden. Die Geschichte hätte etwas werden können, wenn sie Leben enthalten hätte. Visueller Horror in Form von einem geifernden Hund oder einer dich anspringenden Ratte reicht nicht, um ein Spiel spannend zu machen. Es gibt genug Spiele, wenn man es spannend mag. Campfire Legends: The Babysitter kann man da getrost aussen vorlassen.

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