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Calavera: Tag der Toten


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Taba Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 24.06.2013
Deutsch (Normal): 04.11.2013


Catalina hat JA gesagt und du, als Alan, kannst dein Glück kaum fassen. Einzige Bedingung: Der zukünftige Schwiegervater, der gerade in seiner mexikanischen Heimatstadt weilt, soll vorher noch seinen Segen geben. Also nichts wie in den Zug gesetzt und auf nach Mexiko. Dort angekommen erscheint es nicht unglaublich heiß, es ist auch noch Calavera, der Tag der Toten. Das Papa nicht wie versprochen das Empfangskomitee spielt, lässt sich noch mit den Feierlichkeiten erklären, aber Catalina scheint die Hitze nicht zu bekommen, sie fällt in Ohnmacht. Und du scheinst auch ein Problem zu haben....

Anders jedenfalls lässt sich eigentlich nicht erklären, warum du ein sprechendes Buch siehst, das sich als dein Führer anbietet und behauptet Catalina sei in Gefahr. Ok, das Buch hatte offensichtlich nicht Unrecht, denn deine Liebste wird entführt. Durch einen Typen, der zur Feier des Tages ein Skelettkostüm trägt. Zumindest hoffst du das. Die Tatsache, dass er deine Braut in einem Zug entführt, der in durch die Lüfte fährt, schwächen deine logischen Argumentationen ein klein wenig ab, genau wie der Fakt, dass du dich an den Zug hängst, dann runterfällst und unversehrt landest. Sei es drum, dann folgst du eben dem Buch, das offensichtlich weiß, wie man auch ohne himmlische Zugfahrt dahin kommt, wo der (kostümierte?) Entführer Catalina gebracht hat.

Nach der Wahl von einem der drei Modi machst du dich also auf den Weg. Und triffst dabei auf absolut kuriose Gestalten, die aber durchaus bereit sind, dir zu helfen. Sofern du Einladungen oder ähnliches vorweisen kannst. Besonders amüsant ist der mysteriöse Exhibitionist, der gegen ein Entgelt enthüllt, was er so alles unter dem Mantel hat... nämlich eine ganze Wimmelbildszene! Einer der Vorzüge von Calavera: Tag der Toten liegen definitiv nicht nur in den lustigen Grafiken, die dabei aber überhaupt nicht albern wirken, sondern auch in den bizarren Charakteren, deren witzigen Stimmen und im Humor, der durch das ganze Spiel zieht. Und auch hier hat es Taba Games geschafft, nicht ins Infantile abzugleiten.

Bevor aber der Gesang einer Lobeshymne weiter geht, lohnt eine kurze Betrachtung der Minuspunkte. Einer davon ist die von Taba Games bevorzugte Art der Inventarerlangung in Wimmelbildern. Du suchst dich durch eine Menge X durcheinander gewürfelter Gegenstände, siehst häufig schon, was du benötigst, aber es steht nicht auf der Liste. Erst wenn du besagte Liste abgearbeitet hast, kommt das gefühlte "Zunge raus strecken": "'ätschibätsch, war alles umsonst. JETZT erst sage ich dir, was du wirklich suchen musst!" Die Wimmelbilder werden fast alle 2x gespielt und beinhalten 1-2 Interaktionen, die nur in den seltensten Fällen einmal über das übliche hinaus gehen. Der zweite Punkt ist für viele Spieler nicht ganz so bedeutsam, sollte aber trotzdem erwähnt werden: Das anfängliche Ziel der Geschichte, nämlich von Papa den Segen zu finden, gerät völlig in Vergessenheit, ebenso wie die Tatsache, dass Papa verschwunden ist. Es geht im Spiel darum, Catalina zu finden, zu befreien und natürlich darum, heraus zu finden, was zum Teufel eigentlich vor sich geht.

Aber zurück zur Lobpreisung. Wer aufmerksam spielt, wird feststellen, dass Calavera: Tag der Toten mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht ist. Als Beispiel sei das Telefon genannt. Zwar benötigst du es spielerisch gesehen nur einmal; wer aber genau hinschaut, wird diverse Telefonnummern finden. Und es macht Spaß, diese Nummern auch anzurufen. Man weiß nie, wer am anderen Ende dann abnimmt.... Aber auch kleine Animationen, wie die sich waschende Maus zeigen Kreativität und Liebe zum Spiel.

Ein weiterer Pluspunkt (und gleichzeitig Minuspunkt) sind die Sammelobjekte (hier Totenköpfe, die witzig gestaltet sind) - dieses kleine Extra, das viele Spieler so sehr lieben, die aber meist völlig sinnbefreit sind, weil sie mit dem Spiel nichts zu tun haben (herausragendes Negativbeispiel: ERS mit Haunted Legends: The Curse of Vox). Hier aber ist jedes Sammelobjekt eine Belohnung - eine Skizze, ein Minispiel zur Wiederholung oder anderes. Leider sieht es so aus, als wären sowohl diese Totenköpfe als auch die Poster, die du als Auszeichnungen sammelst, nur in der Sammleroption enthalten. Auch diese Poster bieten mehr als nur Sammeleffekt; jedes gibt wichtige Informationen weiter. Leider sind neben dem Bonusspiel diese beiden Sammlerobjekte (mit ihren „Auswirkungen“ das einzige Extra des Spieles.

Die Puzzles in Calavera: Tag der Toten sind gut. Manche zeigen neue Ansätze, einige wenige dauern einen Ticken zu lang, aber sie alle haben einen Schwierigkeitsgrad, der für Anfänger ok ist und Vielspielern trotzdem noch eine kleine Herausforderung bietet. Die Musik im Spiel unterstreicht die humoristisch-abenteuerliche Atmosphäre und ist perfekt gewählt.

Der Karte mit Teleport-Funktion hätte ein klein wenig Erklärung gut getan, ohne Zweifel. Doch hat man sich eingefunden, erfüllt sie ihren Zweck und zeigt Orte, an denen es aktuell etwas zu tun gibt. Und gerade zum Schluss benötigst du diese Karte unbedingt, weil du sonst endlos hin- und herrennst. Diese Rennerei ist aber tatsächlich nur zum Ende enervierend. In den 4-4,5 Stunden des Spielverlaufes gibt es nur selten Gradlinigkeit, das Spiel beweist gewisse Tiefen bei seinen Rätseln. Und auch ein Ende gibt es, eines, mit dem man, abgesehen vom fehlenden Herrn Papa, gut leben kann. Bis auf den letzten Punkt werden alle offenen Fragen beantwortet. Das Extra-Spiel der Sammleredition bereitet noch einmal ca. 60 Minuten Spielspaß und ist in der Handlung nach dem Abenteuer angesiedelt.

Calavera: Tag der Toten gehört zu den besten Wimmelbild-Puzzle-Abenteuern, die wir in diesem Jahr gesehen haben. Es hat seine Ecken und Kanten, ja. Und es bleibt abzuwarten, in weit die Sammelobjekte in die Normalversion integriert werden. Aber es ist humorvoll, lustig, unterhaltsam, kreativ. Es macht Spaß, übertreibt nicht und zeigt viel Liebe zum Detail. Selbst wenn in der Normalversion die Totenköpfe und Auszeichnungen fehlen sollten: Calavera: Tag der Toten gehört trotzdem in jede Sammlung!

 


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