A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Bridge to Another World: Verlorene Träume


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: 4FriendsGames

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Bridge to Another World: Verlorene Träume auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 01.04.2014
Deutsch (Normal) 27.06.2014

Einfaches Wimmelbildabenteuer mit vielen Phantasie-Elementen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Vor zwanzig Jahren verschwand unser jüngerer Bruder Dorian vor unseren Augen in einem finsteren Nebel. Niemals werden wir diesen furchtbaren Augenblick vergessen und haben es somit zu unserer Lebensaufgabe gemacht, ihn zu finden. Nun, nach langer Zeit erscheinen wieder jene dunklen Wolken, aber dieses Mal sind wir darauf vorbereitet. Denn wir wissen jetzt, wie wir die fremden Kreaturen, die in diesem dichten Nebel beherbergt sind, besiegen können.

Die grafischen Elemente erinnern stark an die Spiele von ERS. Hier bewegen allerdings die meisten Figuren ihren Mund beim Sprechen. Die Stimmen sind in Ordnung und die Musik fällt kaum ins Gewicht. Obwohl es sich um einen bösen, schwarzen Nebel handelt, sind viele der Szenen freundlich und farbenfroh gehalten. Etliches wirkt überladen, trotzdem ist alles gut erkennbar. Einen hohen Stellenwert haben die Zwischensequenzen, die in großer Anzahl vorhanden sind. Glücklicherweise sind sie fast immer kurz, so dass sie in diesem Rahmen gerade noch erträglich sind.

Ziemlich am Anfang setzen wir das Namensschild eines kleinen, niedlichen Drachen wieder zusammen. So erfahren wir, dass sein Name Drako lautet. Fortan wird er ein nützlicher Begleiter, der es sich in unserem Inventar bequem macht. Immer dann, wenn wir eine Feuerquelle benötigen oder von höher gelegenen Orten etwas zu holen ist, dann ist unser neuer, flauschiger Freund mit den großen Knopfaugen zur Stelle. Im Spielverlauf begegnen wir allerlei seltsamen Tiervariationen, in der Sammleredition sind davon 21 Stück als Chamäleonobjekte versteckt worden.

Als erstes werden wir aber gefragt, welchen Schwierigkeitsgrad wir wählen möchten. In diesem Fall stehen uns vier Stück zur Auswahl. Neben „Leicht“, „Fortgeschritten“ und „Schwer“ gibt es wieder einen Kundenmodus, in dem wir uns die Punkte selbst zusammenstellen können. Grundsätzliche Unterscheidungsmerkmale sind die Aufladegeschwindigkeiten von Tipp und überspringen, die zwischen 30 und 180 Sekunden und 70 und 320 Sekunden einstellbar sind. Dann ist es möglich, sich Aufgaben auf der Karte anzeigen zu lassen, Klickstrafen zu erlauben, den Hinweisgeber nur in Wimmelbildern zu betätigen und in aktiven Bereichen das Glitzern zu gestatten. Das Tutorial ist übrigens nur im einfachsten Modus verfügbar. Je nach Belieben können wir unsere Wahl über Optionen jederzeit wieder verändern.

Da sich rasch neue Orte öffnen, ist die Karte mit Transportfunktion ein nützlicher Kamerad. Unzählige Male laufen wir von einem Punkt zum nächsten, um soeben gefundene Gegenstände am anderen Ende wieder einzusetzen. Durch den logischen Spielaufbau, können wir uns zwar erinnern, wie das Objekt einzusetzen ist, meistens aber nicht mehr wo diese Stelle war oder wie wir abermals dorthin gelangen. Auch wenn die Karte nicht absolut zuverlässig ist, was die Markierung der Aufgaben angeht, zumindest ist an der angezeigten Stelle irgendetwas aus dem oft vollen Inventar abzulegen. Codes und Informationen zur Handlung werden in einem Tagebuch mitgeschrieben.

Um den Nebel oder bösartige Kreaturen zu vertreiben, benötigen wir immer wieder Gemälde, die verbrannt werden müssen. Im Spiel sammeln wir an den verschiedensten Orten Fragmente davon ein, die in einer Rolle, die sich rechts neben dem Inventar befindet, abgelegt werden. Ist ein Bild vollständig, glitzert das Behältnis. Mit einem Klick darauf öffnen wir dieses und müssen nun über ein Minispiel die Einzelteile zusammensetzen, um kurz darauf das fertige Kunstwerk benutzen zu können.

Es sind zwei Varianten von Wimmelbildern vorhanden. Zum einen gibt es eine Umriss-Suche, bei der wir die gefundenen Utensilien sofort wieder in der Szene verwenden, um ein neues Objekt freizuschalten. Diese Vorgehensweise setzen wir so lange fort, bis ein Gegenstand unserem Gepäck hinzugefügt wird. Die andere Möglichkeit ist, dass wir Wortsuchlisten spielen, die kleinere Interaktionen beinhalten. Zwar sind die meisten Bilder mehr als überfüllt, dennoch sind die Begriffe gut erkennbar. In der englischen Fassung sind einige Wörter allerdings sehr „frei“ übersetzt worden, so dass z. B. eine Raupe auch mal ein Wurm sein kann oder eine Krone ein Blumenkranz. Alle 10 Wimmelbilder spielen wir mit teilweise großen Abständen ein zweites Mal.

Bei den Minispielen haben 4FriendsGames auf Standard-Rätsel gesetzt, dazu noch auf die einfachste Version. Auch hier haben wir ein Labyrinth, bei dem wir die Züge im Voraus nennen müssen, dazu entfernen wir Gitterstäbe in der richtigen Reihenfolge, bauen eine Armbrust zusammen, bringen alle Blumen zum Leuchten und haben Schmetterlinge korrekt anzuordnen. Bei einigen Minispielen ist eine Neustart-Funktion vorhanden, die normalerweise nicht notwendig gewesen wäre, da der Schwierigkeitsgrad durchgängig im unteren Bereich angesiedelt wurde. Für Neueinsteiger und Wenigspieler sind die 22 Rätsel vermutlich ein Segen, alle anderen werden sich dabei eher langweilen.

Da die Spielzeit im Tagebuch festgehalten wird, sah ich das Finale genau nach 3 Stunden und 17 Minuten. Allerdings erhöht sich diese deutlich, wenn man die Karte kaum oder gar nicht verwendet. Das Finale ist befriedigend, aber ohne überraschungen. Das ca. 45-minütige Bonuskapitel spielt an komplett neuen Orten und spinnt den Faden der Haupthandlung noch etwas weiter, allerdings können wir auch gut mit dem „normalen“ Ende leben. Im Bonusspiel finden sich nochmal acht Wimmelbilder und lediglich drei Rätsel. Die Extras beinhalten 33 Auszeichnungen, Wallpapers, Konzeptkunst, Filme, Bildschirmschoner und Musik. Dazu kommen, wie bereits erwähnt die 21 Tierchen als Chamäleonobjekte. Die Wimmelbilder und Minspiele sind zudem alle wiederspielbar.

„Bridge to Another World: Verlorene Träume“ hat eine ganz vernünftige, gut nachvollziehbare Geschichte. Durch die phantasievollen Landschaften plus ihre teilweise putzigen Bewohner ist es, außer zu Beginn, keinesfalls düster oder gruselig. Aber es ist auch nichts besonderes, weil es bereits zu viele Spiele dieser Art gibt. Neue Akzente und eigene Ideen fehlen völlig. Von überall her wurden Stilmittel übernommen, die vielen Spielern gefallen könnten und mit denen die Entwickler vermutlich auf Nummer sicher gehen wollten. Die Probestunde ist einen Versuch wert, von der Sammleredition dagegen ist abzuraten.


Copyright © 2008- 2016 Gamesetter.com

Go to top