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Botanica: Reise ins Unbekannte


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Boomzap

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 22.10.2012
Deutsch (Normal): 25.02.2013

Als Kind erzählte dir dein Vater, ein visionärer Wissenschaftler, stets Geschichten von wundervollen Welten außerhalb der Erde. Du dachtest, es seien einfach nur Geschichten, doch dein Vater glaubte fest an deren Existenz. Als er bei einer seiner Expeditionen von einem Erdbeben überrascht wird, verschwindet er spurlos. Jahre später, inzwischen bist du selbst eine renommierte Wissenschaftlerin, findest du auf einer deiner Forschungsreisen eine seltsame Blüte. Als du sie berührst, öffnet sie sich. Und enthüllt ein Portal in eine Welt, von der du nicht geglaubt hast, dass sie existieren könne.
Schnell erfährst du, dass du in Botanica gelandet bist. Eine Welt, in der viele ehemalige Erdenbewohner schon längst vergessen haben, dass sie von der Erde stammen. Aber es gibt auch Ian. Ebenfalls Wissenschaftler, ist auch er vor nicht allzu langer Zeit durch ein zufällig entdecktes Portal nach Botanica gekommen. Er will zurück, aber Kassandra, die Königin von Botanica, hat ihre eigenen Pläne. Sie will, dass Ian (und auch du) ihr helfen, ein Portal zur Erde zu finden, damit sie diese übernehmen kann.

Botanica: Reise ins Unbekannte ist zunächst einmal wunderschön anzusehen. Freundliche, helle, klare Farben erfreuen das Auge. Die meisten Dinge sind deutlich erkennbar. Besonders hübsch sind die Tiere, denen du begegnest, Mischungen aus verschiedenen Rassen, die witzig und niedlich sind. Wimmelbilder sind ebenfalls sehr schön gemacht. Anfänglich reine Puzzleszenen, die später zu Suchlisten mit hohem interaktiven Anteil werden, machen sie Spaß und zeigen viel Kreativität. Es ist nicht unbedingt neu, was hier gezeigt wird, aber Boomzap Games zeigt, wie man Bekanntes gut verpackt. Dies gilt allerdings nicht unbedingt für die Puzzles. Größtenteils zwar visuell gut gemacht, bewegen sie sich ausschließlich im Bereich des Altbekannten. Dazu strapaziert das ein oder andere durchaus die Geduld des Spielers. Andere dagegen sind so schnell zu Ende, dass die Uhr nicht einmal eine Minute weiter gerückt ist.

Und so schön die Grafiken auch sind, wirkliche Atmosphäre kommt nicht auf. Das könnte daran liegen, dass man versucht hat, so ziemlich alles, was in anderen Wimmelbild-Puzzle-Abenteuern für gewöhnlich vorkommt, mit reinzunehmen. Zu Beginn die einsame Suche. Dann die Flucht vor der Königin. Dann wirst du dafür, dass du eine Auskunft möchtest, mehreren Leuten erst einen Gefallen tun müssen, bevor sie dir helfen, einem anderen zu helfen, der dir helfen kann, der eigentlichen Person zu helfen. ... Anschließend Gefangennahme und Flucht, Rettung des Kameraden, der ebenfalls gefangen genommen wurde, großes Finale mit dem Bösen der Geschichte. Wirklich, außer verlorenen Seelen und einem geerbten Haus ist alles da, was in diesem Genre üblich ist. Und hinterlässt den Eindruck, dass nichts wirklich zusammen gehört. Die Geschichte ist nicht allzu gut erzählt und das Voice Over ist fürchterlich, beides Dinge, die ebenfalls dafür sorgen, dass Botanica: Reise ins Unbekannte nicht zu den Spielen gehört, in die man hineingleitet und alles vergessend mitschwimmt.

Zu Beginn stehen dir 3 Modi zur Verfügung. Die ersten beiden unterscheiden sich nicht ausschließlich durch unterschiedliche Aufladegeschwindigkeiten von Tipp und überspringfunktion. Es geht auch um die Deutlichkeit der Texthinweise, die außerhalb von Wimmelbildern gegeben werden. Sagt der eine: "Gehe nach A und mache X", wird der andere eher vage sein und erklären: "Du hast doch an einem Baum etwas Interessantes gesehen". Im dritten Modus gibt es keinerlei Hinweise, keinen Tipp, keine überspringfunktion. Die Modiwahl kann während des Spieles nicht mehr geändert werden.

Zeitlich gesehen, liegt Botanica: Reise ins Unbekannte im unteren Durchschnitt. Etwa 3,5 bis 4 Stunden wird der geübte Spieler brauchen (ca. 45-60 Minuten zusätzliche Spielzeit gibt das Bonusspiel der Sammleredition). Abhängig ist das nicht zuletzt von der Modiwahl und, hast du dich für den leichten Modus entschieden, ob du häufig Texthinweise nutzt. Die Karte ist nicht nur schlecht zugänglich (über das Journal und dort muss dann auch noch immer der jeweilige Spielabschnitt angeklickt werden, später im Spiel muss die Karte erst durch Pfeilklicke erreicht werden). Zusätzlich zeigt sie dir auch nur etwas unübersichtlich die bereits freigespielten Orte. Deine Bewegungsfreiheit ist durch eine strikte Kapiteltrennung eingeschränkt, allerdings bedeutet dies auch, dass du nicht allzu viel hin- und herlaufen musst.

Botanica: Reise ins Unbekannte hat viel Gutes. Es ist schön anzusehen, die Wimmelbilder sind kreativ. Doch es fällt ab, weil man ganz offensichtlich zu viel wollte. Es fehlt die Kontinuität in der Geschichte, im Spielverlauf. Und so sehr man sich natürlich in einem Spiel abwechslungsreiche Handlungen wünscht, Boomzap hat es nicht geschafft, das Botanica: Reise ins Unbekannte zu einem homogenen Ganzen zu machen. Dennoch: Die Einzelteile machen Spaß und auch wenn man sich sicherlich wünschen kann, dass bei der wahrscheinlichen Fortsetzung etwas mehr Sorgfalt auf das Gesamtspiel und nicht nur die Wimmelbilder gelegt werden: Der Probedownload ist auf jeden Fall empfehlenswert!


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