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Botanica: Das Tor zur Erde


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Boomzap

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Maja K.
Datum: 17.12.2013
Deutsch (Normal): (25.04.2013)
Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer mit etwas holprigem Anfang
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Botanica: Das Tor zur Erde startet genau da, wo Botanica: Reise ins Unbekannte aufgehört hat. Und selbst wenn du den ersten Teil gespielt hast, beginnt es hier ziemlich konfus: Ellie Wright und Ian Garret lernten sich im Vorgänger Spiel in Botanica - einer Art paradiesischem Parallel-Universum der Erde - kennen. Auf der Suche nach ihrem Vater ist Ellie, eine Botanikerin genau wie Ian, ein Chemiker, durch ein Portal dorthin gelangt. Kassandra, die Königin von Botanica will mit Hilfe von Ellie und Ian ein Portal zur Erde finden, um diese zu erobern. Der Fiesling Gustav vereitelt den Plan mit Pistolengewalt und die beiden landen an einem Strand (?) mit aufgelaufenem Schiff und einem eruptierendem Vulkan im Hintergrund. Ja, das klingt verrückt und unlogisch und das ist es auch.

Nachdem sich Ellie und Ian in Richtung Vulkan aufgemacht haben, trennen sich ihre Wege unsanft.  Du spielst nun abwechselnd als Ellie oder als Ian. Bevor es auf die Suche nach Ellies’s Vater und einem Portal zur Erde geht, wird aus 3 Schwierigkeitsgraden gewählt (kannst du im Spiel jederzeit ändern), die sich dahingehend unterscheiden ob es mehr, weniger, keine Hinweise/ glitzern aktiver Bereiche gibt. Im dritten Modus kannst du zudem keine Minispiele überspringen.

Jetzt wirst du dir erst einmal einen überblick über die Spielmechanismen verschaffen: Das Inventar, das nur Platz für 5 Gegenstände bietet, erscheint dir erstmal als zu klein. Es zeigt sich aber im Verlauf von Botanica: Das Tor zur Erde, dass mehr Platz nicht wirklich nötig ist: Vieles wird zeitnah eingesetzt, auf jeden Fall innerhalb des Kapitels und jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen - es gibt kein zurück. Ein Journal in Tablet-Form steht dir zur Verfügung. Es zeigt dir eine Aufgabenliste, Erlebtes als Fotos und eine Enzyklopädie über die in Botanica beheimateten Pflanzen. Darauf wirst du aber kaum zurückgreifen. Komfortabel für das Vorankommen ist a) die sehr zuverlässige Karte (für jedes Kapitel eine neue Karte), die dir per Ausrufzeichen anzeigt, wo sich dein nächster Einsatzort befindet und dich auch direkt dorthin teleportiert und b) der Tipp, der dir ein Portal zum nächsten Ort des Geschehens öffnet. Weiterhin steht dir als Ellie ein Botaniker- und als Ian ein Chemiker-Koffer zur Verfügung: Das bedeutet aber nichts anderes, als dass du Dinge für Rezepte finden musst und diese dann über ein Minispiel in einen Trank, Bombe, Medizin oder ähnliches umwandeln musst. Sehr angenehm ist auch der Umstand, dass du ständig ein „Schneidewerkzeug“  im Inventar hast, zumindest bis zum 5ten Kapitel: Als Ellie hilft dir ein schneidefreudiger Einsiedlerkrebs und als Ian steht dir ein Stacheltiger kratzfreudig zur Verfügung.

Ja, die Minispiele. Es gibt altbekannte, wie Lianen entwirren, bzw. alle Wege einer Liane verbinden, ohne sie 2-Mal zu benutzen, einige Rotations- und Schiebepuzzles, aber auch ganz nette von der Art dass, z. B. ein Bedienfeld richtig eingeschaltet werden muss: Knöpfe und Schalter müssen gefunden, richtig eingesetzt und justiert werden. Oder  8 Flüssigkeiten werden nach Gewicht sortiert, indem man immer bis zu 3 in ein Glas schüttet, die schwerste sinkt zu Boden und so ergibt sich nach und nach mit ein wenig Köpfchen eine Reihenfolge von leicht bis schwer. Allesamt recht gut zu lösen, ohne dass man in die Versuchung kommt, überspringen zu wollen.

Das englische „Das Tor zur Erde“ bedeutet „erdwärts“ also der Erde entgegen, was wohl hier auch so gemeint ist. Man kann es aber übrigens auch in „ohne Fantasie“ übersetzen. Das kann man Boomzap mit Botanica: Das Tor zur Erde nun wirklich nicht vorwerfen. Die Szenen, die Pflanzen und die verschiedenen Kreaturen, denen du begegnen wirst, sind äußerst fantasievoll und kreativ gestaltet. Die Charaktere sind leider minimal animiert: Sie bewegen schon mal etwas die Augen, aber die Lippen bewegen sich nicht zum Gesprochenen.

Ganz wunderbar ist die Vielfalt an Wimmelbildern, die auch alle nur 1-Mal gespielt werden: Es gibt sehr interaktive WB nach Wortsuchliste mit kleinen Puzzles, abgebildete Dinge finden, Gegenstände öffnen, beiseite schieben und kombinieren, Sachen nach Liste mit einem Metalldetektor finden, Dinge nach Textumschreibungen suchen oder mit einer Lupe auf einer Karte finden, Paare ausfindig machen.

Nach gut 4 Stunden hast du deine Ziele erreicht und es riecht nach einem dritten Teil von Botanica! Hast du die Sammler-Edition gewählt, spielst du noch als Königin Kassandra ein Bonus-Kapitel und rettest geläutert einige deiner Untertanen.(und das in einer guten Stunde!) Dazu gibt es im Hauptteil 50 verschiedenfarbige Marienkäfer zu finden (noch nicht gefundene sind auf der Karte angezeigt), 15 Auszeichnungen könnten teils verdient werden, teils erhältst du sie auch zwangsläufig, Zwischensequenzen, Musik, Hintergrundbilder und Konzept-Kunst.

Wenn man mal von der etwas konfusen Einleitung absieht und sich auch nicht von den sehr bewegungsfreien Charakteren stören lässt, seinen Blick dabei ganz auf das Spiel selbst mit seiner fantasievollen Grafik samt Puzzles und Wimmelbildern richtet, kann man sagen, liebes Boomzap-Team: Ganz gut gelungen!! Aber bitte beim nächsten Teil an den „offenen Baustellen“ arbeiten.


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