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Blood and Ruby


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Hitpoint Studios

Wenn Du Blood and Ruby auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
11.06.2011


Marcus Sinclair verschwand, als er das Grab seiner Ahnin Rosa Sinclair besuchte. Dies aber nicht spurlos, denn seine ältere Schwester Ruby erhält von ihm eine Karte aus Venedig. So macht sie sich auf nach Italien, um diese Spur zu verfolgen und das Verschwinden ihres Bruders aufzuklären in der Hoffnung, ihn zu finden. Es wird jedoch schnell klar, dass sie als Werkzeug genutzt werden soll, um den Brunnen des Lebens für zwei Vampire zugänglich zu machen.

In 4 Kapiteln bewegst du dich selbstständig durch das Spiel, die Areale sind nicht sehr gross. Das führt dazu, dass du nicht länger als drei Stunden benötigen solltest, um Marcus zu retten. Im Grunde schliesst du ein Kapitel ab und erforscht die Orte in den weiteren immer wieder neu. So solltest du dich nicht verlaufen, aber zusätzlich gibt es eine Karte. Damit kannst du abkürzen, denn mit einem Klick auf den Ort auf der Karte kommst du schneller hin als zu Fuss.

Die Karte hat noch eine andere Funktion. Bist du an einem Ort bereits gewesen, kannst du ihn anwählen. Aber du siehst auch, wenn du dorthin gehen solltest. Neben der Bezeichnung ist in dem Fall ein Ausrufezeichen zu sehen. Ist dort ein neues Wimmelbild entstanden, siehst du die zu suchenden Objekte als Zahl neben der Ortsbezeichnung.

Diese Wimmelbilder gibt es viel im Spiel und sie tauchen eben immer wieder auf. Die Objekte darin werden nach Liste gesucht und du wirst tatsächlich erfolgreicher suchen, wenn du an den natürlichen Plätzen nachsiehst. Ein Hammer liegt wirklich auf dem Boden und schwebt nicht irgendwo im Raum herum. Genauso passt alles in die jeweilige Zeit, zum grössten Teil ist das die Gegenwart. In einem der Kapitel jedoch gehst du in die Vergangenheit zurück oder betrittst später das Schiffswrack aus der damaligen Zeit. Es ist mir nichts aufgefallen, das nicht in diese Zeit gehört hätte. Ein oder mehrere Gegenstände gehen ins Inventar, woanders wirst du kaum Inventarobjekte finden.

Als Tipp dient eine Spinne, leider. Hätte man nicht eine Fledermaus nehmen können? Sie passt ohnehin besser zu Vampiren. Zur Verteidigung von Hitpoint Studios muss man allerdings sagen, dass sie recht klein gehalten ist. Benutzt du sie, schiesst sie sehr schnell vom oberen Bildschirmrand herunter und zeigt in der Suchszene einen zufälligen Gegenstand von der Liste mit ihrem Netz an. Die Spinne selbst sieht man aufgrund der Geschwindigkeit kaum bis gar nicht. Sie ist halt nur immer unten rechts als Tipp sichtbar, was vielleicht dem einen oder anderen Probleme bereitet.

Auch in einem Minispiel ist noch eine die Hauptperson. Für sie musst du Teile (Leitungen? Teile eines Netzes? Man weiss es nicht) drehen, um ihr einen Weg zum Ausgang zu schaffen. Das ist gut machbar und spiegelt auch den Schwierigkeitsgrad der anderen Minispiele wieder. Ob es ein Sequenzen wiederholen oder ein Puzzle ist - sie sind auch was für ungeübte Spieler. Fortgeschrittene werden sich eher langweilen dabei und die Dinger insgesamt überflüssig finden. Also während der Aufladezeit der entsprechenden Schaltfläche einen Kaffee holen und dann einfach überspringen, wenn gewollt. Aber auch gibt es einen guten Ansatz, denn sie sind schön an Ort und Handlung angepasst. Das Memory spielst du beispielsweise in den Schlüsselfächern des Hotels, in dem Marcus abgestiegen war. Benutzt du das Fragezeichen, um dir eine Erklärung zum Minispiel anzeigen zu lassen, musst du allerdings damit rechnen, das dir damit gleich die Lösung oder zumindest ein Teil davon verraten wird.

Die Grafik des Spiels ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich gut. Alles ist gut erkennbar, sie ist deutlich, das ist mehr, als andere Spiele manchmal zu bieten haben. Die Hintergrundmusik wirkt düster und bedrohlich, was die Handlung unterstreicht. Aber da kommen wir auch zu der ersten technischen Unzulänglichkeit des Spiels: Sie lässt sich zwar in der Lautstärke regulieren, ebenso die Nebengeräusche. Aber möchtest du es sehr leise haben, geht nur ganz ohne oder zu laut.

Bei den Zwischensequenzen gibt es auch stellenweise Probleme. Ruby ist eine Plaudertasche und findet viele Gleichgesinnte, die ebenfalls gern reden. Diese Gespräche musst du durch Klicks vorantreiben, wenn du sie nicht überspringen möchtest. Machst du das aber bei einer Zwischensequenz, weil die irgendwie auf der Stelle steht und nicht weitergeht, dann fängt sie wieder von vorne an. Manchmal musst du sie deshalb überspringen.

Noch ärgerlicher ist es jedoch für deutschsprachige Spieler, dass an einigen Stellen die Übersetzung schlicht vergessen wurde. Diesmal gibt es keine falschen Übersetzungen, die sind alle in Ordnung - wenn sie denn stattgefunden haben. Da tauchen in den Suchlisten Wörter wie Mallet, Cherries, Clover oder Crown auf. Benutzt du den Tipp ausserhalb eines Wimmelbildes, kannst du ebenfalls einen englischen Text erwischen. Und im Buch des Brunnens hat man gleich mal die ersten beiden Seiten nicht übersetzt.

Dieses Buch oder auch gefundene Codes werden nicht in einem Tagebuch gespeichert, denn es gibt keins. Diese Informationen gehen ins Inventar und du kannst sie dir dort ansehen.

Blood and Ruby hätte ein gutes Spiel werden können und war es vielleicht auch im Englischen. Die Grundelemente sind da, aber durch die Minispiele und vor allem die Übersetzung bzw. Nicht-Übersetzung der deutschen Version, hat es deutliche Nachteile, die sich nicht wegdiskutieren lassen.


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