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Bridge to Another World - Das Gulliver-Syndrom


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Herausgeber:BigFish Games
Entwickler: 4 Friends

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 11.08.2019


Kurzes Wimmelbild-Abenteuer für Emblem-Freunde
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Wir leiden unter dem titel-gebenden Gulliver-Syndrom und suchen eine Therapeutin auf. Diese schickt uns per Hypnose nach Liliput, dem aus der Erzählung bekannten Land der Liliputaner, wo wir demgemäß als Riesen auftauchen. Es stellt sich heraus, dass unsere Aufgabe darin besteht, Dr. Gulliver zu finden, um zusammen zurück kehren zu können.

Die Grundidee der Geschichte hat Potential, es lässt sich auch sehr gut an. Aus der Situation Riese in Miniaturwelt ließe sich einiges machen. Das gelingt mit sehr schöner Grafik für einige Zeit, in etwa so lange, wie die Demo dauert. Dann verließen die Entwickler Lust und/oder Ideen, nach zu kurzer Spielzeit bricht das Spiel ohne wirklich überzeugendes Ende ab.

Im Abenteuerteil vermissen wir vollkommen jegliche Herausforderung, stattdessen werden wir mit einer endlosen Folge von Emblemen und deren Verwandten bombardiert. Natürlich kommen wir auch hier wieder nicht um eins dieser Gadgets herum. Diesmal ist es eine Drehorgel, bei der nichts zu tun ist, es wird lediglich die Geschichte weiter erzählt.

Die Wimmelbilder sind einerseits recht gut gemacht, bieten andererseits nichts besonderes. Die meisten verwenden langweilige Textsuchlisten und enthalten keine interessanten Interaktionen. Wenigstens eines lässt nach Silhouetten suchen, eines nach Paaren und wenigstens ein Wimmelbild ist insofern interessant, als hier Objekte passend zurück gelegt werden müssen.

Die Minispiele sind einerseits gut entworfen, andererseits wie das gesamte Spiel im wesentlichen zu einfach. Immerhin kommen auch eine wenige interessante vor.

Es handelt sich hier nun schon um die sechste Auflage der Serie. Während die ersten sehr zu empfehlen waren, sind die letzten immer schwächer geworden. Folgende Spiele der Serie gehören zu den besseren: Bridge to another World: Gefahr aus dem Anderreich und Bridge to another World: Alice im Schattenland.

Die Sammlerausgabe hält in den meisten Szenen Sammelobjekte (Schlüssel) und Chamäleonobjekte bereit. Diese sind nicht immer sofort zu sehen, was schon einmal auf der positiven Seite zu verbuchen ist. Etliche Wimmelbilder und Minispiele können nach gespielt werden, dazu gesellt sich das übliche Material.

Fazit:
Mit einer guten Grundidee für eine interessante Geschichte ausgestattet, gleitet das Spiel viel zu schnell ab ins Seichte, ist zu kurz und liefert ein unbefriedigendes Ende. Ein nennenswerter Anspruch fehlt durchgängig. Zunächst die Demo zu probieren wird ja prinzipiell empfohlen, hier beachte man, dass nach dieser im Hauptspiel nicht mehr viel folgt.