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Awakening: Der schwarze Baum (The Golden Age)


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Boom Zapp

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 07.11.2014
Deutsch (Normal): 20.03.2015


überflüssigster Teil einer Reihe, die die goldenen Jahre bereits hinter sich hat
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Lange bevor Königin Sophia geboren wurde, herrschte im Königreich ein goldenes Zeitalter vor. Aber auch damals gab es schon dunkle Seiten, denn Krieg zog ins Land, in Form von Minotauren, die es überfielen. Aber hinter dieser Invasion steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint und als Sasha ist es unsere Aufgabe, das Geheimnis zu lüften und unsere Heimat vor der Zerstörung zu bewahren.

Wie auch in den vorangegangenen Teilen sind es immer wieder Fabelwesen, die uns weiterhelfen. Doch vieles wirkt steif, da Animationen lediglich in sehr abgespeckter Form stattfinden. Dafür hat man den Anteil der Dialoge drastisch erhöht, so dass wir uns oft nur lesend anstatt spielend vor dem PC wiederfinden. Doch damit nicht genug, denn gar nicht mal so selten starren wir auf einen schwarzen Bildschirm, da einige übergänge in Nahansichten oder Rätseln eine Ewigkeit dauern, bis sie für uns sichtbar werden. Ganz zu schweigen, von der Zahl, die sich hartnäckig am rechten Bildrand befindet und uns die Menge der gefundenen Elfen anzeigt und selbst bei Zwischensequenzen nicht mehr verschwindet. Letzter Punkt betrifft allerdings nur die Sammleredition. Bei der musikalischen Untermalung haben sich die Entwickler vermutlich auch wenig dabei gedacht, als sie einen Ton eingebaut haben, der sich wie eine Ladenglocke anhört, wenn wir ein falsches Objekt benutzen. Keinen Sinn macht es zudem, für einen Wiedehopf einen Namen zu vergeben, wenn er keinerlei Helferfunktionen beisitzt, lediglich als Tippgeber zur Verfügung steht und auch sein Name nie wieder irgendwo steht.

Ebenso auf Sparflamme gehalten ist die Auswahl des Schwierigkeitsgrades. Während sich der einfache und der mittlere Modus nur in den Ladezeiten von Tipp und überspringen unterscheiden und ob etwas glitzert, müssen wir im schwersten der drei komplett auf Hilfestellung verzichten. Eine änderung ist jederzeit während des Spielens möglich.

Die Wege sind oft weit und verschlungen, dankenswerterweise gibt es aber eine Karte mit Transportfunktion dazu. Zwar funktioniert die Anzeige, wo noch etwas zu tun ist, nicht immer einwandfrei, aber doch meistens. Außerdem erhalten wir noch einen alles sehenden Anhänger, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn wir auf ein Augensymbol treffen. Mit ihm gelingt es uns, beispielsweise Wimmelbilder freizuschalten oder andere Verstecke. In unsere Ausrüstung wandert auch das eine oder andere Objekt, das mit einem Pluszeichen versehen ist. Das Schließen der vergrößerten Ansicht ist allerdings nicht immer über das X oben rechts möglich, weil dieses gelegentlich ohne Funktion ist. Dann müssen wir umständlich den Pfeil in unserer Richtung als Spieler ausfindig machen, der sich aber sehr nahe an der Inventarleiste befindet, um dieses Bild wieder verlassen zu können.

Das allererste Wimmelbild ist noch richtig unterhaltsam gestaltet. Wir suchen Begriffe nach Liste und hinter jedem gefundenen versteckt sich ein Fragment. Dazu gesellen sich noch zwei kleine Rätsel. Alle restlichen Wimmelbilder sind dann allerdings nur noch klassische Wortsuchlisten, mit mehr oder weniger Interaktionen. Einige davon spielen wir im Fenstermodus, dann geht es aber meist um gleiche Gegenstände oder eben auch Einzelteile, die sich zu einem Ganzen zusammensetzen. Gegen Ende erzählt uns ein kleiner Junge eine Geschichte und unsere Aufgabe ist es, die darin markierten Wörter als Abbildung zu entdecken.

Fast alle Rätsel sind ohne jede Herausforderung, da ist es nicht einmal so schlimm, dass die Erklärungen dazu sehr dürftig ausfallen. Bei den wenigen aufwendigeren Minispielen ist das Herausfinden des Spielprinzips dann schon schwieriger als das Puzzle selbst. So müssen wir Schachfiguren an die richtige Position verschieben, gleiche Paare finden, Kreise drehen, bis ein Muster entsteht und Pfade zu verschiedenen Juwelen erstellen, allerdings ohne überschneidungen. Auch hier spielen wir etliche Rätsel im Fenstermodus. Wer die Sammleredition besitzt, sollte möglichst während des Spiels so viele Feen wie möglich einsammeln, denn bloß mit ihnen können wir uns am Ende eine bestimmte Anzahl an wiederspielbaren Puzzeln erkaufen. Wer da also zu wenige entdeckt hat, bekommt auch nur wenige Rätsel, da ein nachträgliches Sammeln nicht mehr möglich ist.

Inklusive Bonuskapitel endete das Spiel bei mir nach 4 Stunden und 26 Sekunden. Die Uhrzeit ist im Abspann eingeblendet oder später neben unserem Spielernamen im Profil. Der Schluss ist akzeptabel und genauso wieder der Rest der Geschichte ohne Höhen und Tiefen. Das Bonuskapitel schafft noch eine vage Verbindung zu den anderen Teilen dieser Reihe, dort wird nämlich ab und an ein Blick in die Zukunft riskiert. Zu den Extras gehören, wie bereits erwähnt 46 Feen, die es einzusammeln gilt und zehn Auszeichnungen. Zusätzlich erhalten wir Wallpapers, Filme, den Soundtrack und Konzeptkunst.

„Awakening: Der schwarze Baum (The Golden Age)“ spielt sich wie der halbfertige Prototyp einer eigentlich bereits abgeschlossenen Serie. Nichts wirkt ausgereift. Vieles ist nur halbherzig eingefügt und mit Fehlern uns Spielern hinterlassen worden. Das Spielvergnügen beschränkt sich auf weitläufiges Herumirren, endloses Lesen der meist überflüssigen Dialoge und dem Warten auf den Bildaufbau. Warum man die guten Erinnerungen an diese Reihe mit aller Gewalt zerstören will, wird uns wohl für immer verschlossen bleiben. Hier ist selbst hartgesottenen Fans dringend die Probestunde ans Herz zu legen, von der Sammlerediton kann man dagegen getrost die Finger lassen.


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