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Ashley Clark: Das Geheimnis des Rubins


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: N-Tri Studio

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 31.08.2013

Eine Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Standardversion mit hohem Schwierigkeitsgrad
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Ein Mensch verschwindet, in seiner Wohnung ragt eine versteinerte Hand aus dem Fußboden. Darin befindet sich ein Amulett mit einem Rubin. Wir, Detective Ashley Clark, wissen sofort, dass es nicht das erste Verbrechen dieser Art ist. Es gibt eine ganze Reihe von ungeklärten Entführungen, zurückdatiert bis ins Jahr 1790. Alle diese Fälle hängen mit dem Rubin-Anhänger zusammen, der an jedem Tatort zurück gelassen wird. Vielleicht steckt eine Art Kult dahinter?

Aufgrund seiner unverschnörkelten, puristischen Grafik und der sehr sachlichen Informationen übt das Spiel nicht sofort eine gewisse Anziehungskraft auf uns aus. Erst als wir uns in der Vergangenheit in einem Verlies wieder finden, wird der Handlung etwas Leben eingehaucht. Und so nimmt die Geschichte dann einen ganz unerwarteten Verlauf, der zwar gelegentlich durch langatmige Dialoge gestört und durch verschachtelte Handlungsstränge unübersichtlich wirkt, uns aber ein einigermaßen befriedigendes Happy End beschert.

Bis wir allerdings dorthin gelangen, ist es noch ein weiter Weg. Wir helfen Casio, dem Wächter, Walton, dem sprechenden Baum, Otto dem Küchenchef usw. Nachdem wir sie alle aus misslichen Lagen befreit haben, erhalten wir von ihnen Informationen oder einen nützlichen Gegenstand.

Zuallererst aber dürfen wir aus 4 Schwierigkeitsstufen wählen. Modus „Leicht“ und „Normal“ unterscheiden sich lediglich durch die Aufladezeit des Tippgebers und durch das Glitzern von aktiven Bereichen. Wenn unsere Wahl auf „Schwer“ fällt, erhalten wir zusätzlich keine Einführung und im Modus „Alptraum“, der sich an sehr erfahrene Spieler wendet, lädt der Hinweis-Button noch langsamer auf und wir erfahren nichts zu den Gegenständen.

Ein Tagebuch schreibt verlässlich wichtige Informationen mit, die beigefügte Karte ist nur als Transportmittel ausgelegt, mehr Details sind ihr nicht zu entlocken. Wenn man allerdings den Tipp benutzt und unmittelbar danach einen Blick auf die Karte riskiert, wird ein Bereich darauf mit einem gelben Fragezeichen markiert. In diesem Raum finden wir dann ein hilfreiches Objekt um die aktuelle Aufgabe zu lösen. Zusätzlich finden wir in fast allen Räumen versteckte rote Rubine. Diese dienen uns als zusätzliche Tipps. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, die Augen danach offen zu halten, da sie auch im leichtesten der 4 Modi Gold wert sind.

Die Anzahl der Wimmelbilder hält sich mit 13 Stück in Grenzen. Mit einer Ausnahme besuchen wir alle Wimmelbilder nur einmal. Hierbei handelt es sich meistens um Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen. Viermal wird uns aber auch die Variante Umriss-Suche angeboten. Nach jeder abgeschlossenen Szene wandert ein Utensil in unser meist spärlich bestücktes Inventar.

Herzstück des Spiels sind allerdings die 23 Rätsel, an denen sich die Geister scheiden werden. Die wenigstens dieser Minispiele sind leicht und so wie wir sie kennen. Oft wurde der Schwierigkeitsgrad durch kleine Veränderungen nach oben geschraubt. Selbst das Portionieren bei der Zubereitung zweier Tränke wird zum Hochleistungssport für unsere grauen Zellen. Dazu kommen nur wage Anleitungen und auch die Neustart-Funktion ist sehr begrenzt eingesetzt worden.  Wir treffen zudem auch auf neue Rätsel, bei denen uns nichts anderes übrigbleibt, als durch probieren den Lösungsansatz zu finden.

Zusätzlich erschwert wird das Spiel durch die fehlenden Hinweise auf der Karte. Gleich von Beginn an finden wir in den einzelnen Räumen immer wieder Gegenstände, die wir aber nicht aufnehmen können. Das können Schachfiguren sein, oder auch Zutaten für einen Trank. Erst wenn wir tatsächlich auf das Schachspiel oder das Rezept stoßen, werden diese Objekte freigeschalten. Das ist aber erst sehr viel später und wir werden uns nicht mehr an alle Orte erinnern, wo wir diese Utensilien gesehen haben. Hier hilft uns nur ein langer Fußmarsch durch alle Räumlichkeiten, um diese Gegenstände wiederzufinden. Oder, wie oben beschrieben, ein Klick auf den Tipp und ein Blick in die Karte, um zu sehen, wo das gelbe Fragezeichen auftaucht. Dasselbe Prinzip müssen wir auch anwenden, wenn uns keine Dinge mehr in der Inventarleiste zur Verfügung stehen. Raum für Raum absuchen, um zu entdecken, wo sich eventuell ein neues Wimmelbild geöffnet hat, oder ein bis dato unentdeckter Gegenstand mitnehmen lässt.

Und so gestaltet sich Ashley Clark: Das Geheimnis des Rubins zu einem reinen Geduldsspiel. Es ist notwendig, dass wir zu jeder Zeit wachsam durch die Szenen laufen, mit Argusaugen alle Ecken absuchen und auf den knappen Hinweiszetteln jedes kleine Symbol richtig deuten, um die Rätsel lösen zu können. Eine ungefähre Angabe der Spielzeit ist hier nicht möglich, da jedem von uns das ein oder andere Minispiel mal schwerer und mal leichter fallen wird, die 4-Stunden-Grenze wird aber mit Sicherheit deutlich überschritten. Die Geschichte ist dann längst zur Nebensächlichkeit geworden.

Ashley Clark: Das Geheimnis des Rubins ist eine Herausforderung für jeden Spieler. Nichts wird auf dem Silbertablett serviert, alles müssen wir uns selbst erarbeiten. Was oft in teureren Sammleredition bemängelt wird, ist hier bei einem grafisch wesentlich weniger aufwendigen Spiel mehr als gut umgesetzt worden. Sicherlich nichts für Neueinsteiger, aber für alle, die schon lange auf eine richtige Herausforderung gewartet und den ewigen Einheitsbrei satt haben.


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