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Amaranthine Voyage: Der Baum des Lebens


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 29.01.2013
Deutsch (Normal): 16.04.2013


Als Archäologin entdeckst du ein Artefakt, dass dich unversehens in eine andere Welt katapultiert. Und du findest schnell heraus, dass die Legende vom Baum des Lebens eben doch keine Legende ist, sondern der Baum tatsächlich existiert. Doch dunkle Mächte wollen ihn zerstören, die wundervolle Welt droht zu sterben. Und es scheint, dass du die Auserwählte bist, die Einzige, die den Baum und damit diese magische Welt retten kann.

Das Spiel beginnt mit der Modiwahl, zwei stehen zur Auswahl. Eine Änderung des gewählten Modus während des Spieles ist nicht möglich. Neben der Aufladegeschwindigkeit unterscheidet sich der Casual- vom Expertenmodus auch darin, dass der leichtere auf der zur Verfügung gestellten Karte aktuelle Aktionen anzeigt. Im Expertenmodus dagegen sind nur die Orte von allgemeinen Zwischenzielstationen erkennbar. Die Karte hat keine Transportfunktion, die zahlreichen Wege musst du selbst gehen. Der Tipp ist richtigungsgebend, ohne sich dabei zu entladen.

Von Beginn an fällt die Menge an Einspielern auf. Es vergehen nur selten einmal ein längerer Zeitraum, ohne dass du im Spielfluss unterbrochen wirst. Dabei geht es in den Einspielern im Wesentlichen um die Geschichte - mal sind es Schriftrollen, die angeklickt werden, mal Runen, die eingesetzt werden müssen. Du hast die Möglichkeit, diese Szenen zu überspringen und doch ist es nervig, selbst wenn man an der etwas verworrenen und nicht mal sonderlich guten oder gar aussergewöhnlichen Geschichte interessiert ist. Zusätzlich gibt es noch Dialoge mit zwei weiteren Protagonisten. Hier wurden die allseits beliebten und gewohnt schlechten Schauspieler ins Spiel gebracht. Solche Sinnlosigkeiten blähen die Größe des Spieles unnötig auf und die unbeholfen wirkenden Bewegungen sind die zusätzliche "Last", die Rechner und Grafikkarte zu tragen haben, wahrlich nicht wert. Das Voice Over ist aber zumindestens nicht das Schlechteste auf dem Markt, die Stimmen haben Glaubwürdigkeit und wirken nicht allzu künstlich verzerrt.

Grafisch gesehen ist Amaranthine Voyage: Der Baum des Lebens nur für jene Spieler attraktiv, die körnige Szenen als künstlerisch wertvoll sehen. Im vorliegenden Fall ist das auch noch besonders schade. Denn Eipix hat sich durchaus Mühe gegeben, die magische Welt, die durchläufst, kreativ zu gestalten. Die Betonung allerdings liegt auf "Mühe" gegeben, denn zeitweilig überkommen einen Orientierungsschwierigkeiten, weil viele Orte sich einfach zu ähnlich sind. Was wiederum an der Körnigkeit und zeitweiligen Unschärfe der Bilder liegt. Wenn einem etwas vor den Augen förmlich verschwimmt, wirkt es rasch gleich.

Es gibt zwei Arten von Wimmelbildern. Zum einen die gewöhnliche Wortsuchliste mit interaktiven Objekten. Keine Neuerungen hier, alles haben wir schon gefühlte tausend Male erledigt. Anschließend dann zeigt man dir, dass man dich nur beschäftigen wollte. Die Suche ist sinnlos, denn erst wenn du die Liste abgearbeitet hast, erscheint ein kleines Worträtsel - die Lösung ergibt dann dein einzusammelndes Inventarobjekt. Die zweite Variante ist dann "Suche x-Objekte der gleichen Art". Eines davon wird dann am Ende zum Inventarobjekt. Betrittst du die erste Wimmelbildszene ist bereits ersichtlich, ob du sie mit der zweiten Variante früher oder später erneut spielen wirst. Unattraktiv ist im Zusammenhang mit den Wimmelbildern auch, dass du sie meist genau dann bekommst, wenn du etwas benötigst und das Benötigte dann auch bekommst.

Obwohl du viel zu laufen hast, das richtige Abenteuergefühl will nicht aufkommen. Das liegt aber in der Kombination von zuviel Einspielern, zu viel Gradlinigkeit, die mit dem Spielverlauf zunimmt. Die Puzzle sind größtenteils sehr einfach; es gibt nichts, was wir nicht schon oft gespielt haben, aber ab und an wird das Altbekannte durch leichte Abwandlungen etwas aufgepeppt.

Zusätzliche Suchobjekte gibt es ebenfalls; Zeppeline und Schmetterling. Findest du alle, erhältst du dafür eine Auszeichnung. Ein drittes Sammelobjekt wird dir nicht genannt. Nur wenn du herausfindest, was es ist und alle anklickst, erhältst du die dafür vorgesehene Auszeichnung. Weitere Trophäen kannst du durch dein Spielverhalten gewinnen, anderen kommen automatisch (z.b. 300 Objekte gefunden).

Die Spielzeit liegt mit ca. 4 Stunden im oberen Durchschnittsbereich, wer sich geduldig alle Einspieler ansieht, wird etwa 30 Minuten mehr zu tun haben. Neben dem Bonusspiel hält das Extra der Sammleredition noch ein Wiederholen von Wimmelbildern und Minispielen für dich bereit. Außerdem kannst du dir auf Wunsch die 20 Einspieler noch einmal ansehen. Interessant ist das Video, wie das Spiel ursprünglich aussehen sollte. Und man kann sagen: Schade, das Original sah in Teilen besser und interessanter aus.

Es ist wirklich erstaunlich, dass Amaranthine Voyage: Der Baum des Lebens vom gleichen Entwickler das Spiel "Final Cut: Tod auf der Leinwand" stammt. Während letzteres geschichtlich und visuell besser war und den Spieler mitgezogen hat, fehlt genau dies hier. Nichts animiert so wirklich zum weiterspielen. Alles ist ein wenig unterdurchschnittlich, sieht man von der Spieldauer und den Extras in der Sammleredition ab. Das Spiel hat alles, was ein gutes Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer haben sollte. Aber als Gesamtpaket ist es nur eines von vielen, dem die Politur fehlt.


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