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Amaranthine Voyage: Das Obsidianbuch


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 11.05.2015
Deutsch (Sammler): 09.07.2015

Durchschnittliches Wimmelbild-Abenteuer ohne Höhepunkte
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Als Professor Bennett, die unerklärliche Energiephänomene auf Island untersucht, seit einem Monat nicht mehr hat von sich hören lassen, wirst du losgeschickt, um nach ihr zu suchen. Die Professorin hatte ein riesiges Harmonium-Vorkommen auf Island entdeckt, doch nun ist sie verschwunden und kurz nachdem du mit deiner Suche beginnst, versucht eine unbekannte Frau dich zu töten....

Die vier Modi schließen eine individuelle Auswahlmöglichkeit ein. Die Karte ist nicht sehr aufwändig gemacht, hat aber alles, was man von ihr erwartet - Anzeigen von aktuelle Aufgaben, übergeordneten Zielen, eigener Standort und Hüpfung-Funktion. Der zuverlässige Tipp agiert, wenn nötig, auch Richtungsgeber und bei Bedarf alsTeleporter. Zwischendurch gibt es als kleinen Helfer Basil, das geflügelte Schwein.

Als hauptsächlicher Helfer fungiert in Amaranthine Voyage: Das Obsidianbuch das Harmonium-Artefakt. Mit ihm kannst du Dinge kleben, verändern oder säubern. Damit das Artefakt den wachsenden Ansprüchen gewachsen bleibt, benötigt es immer wieder Harmonium-Kristalle, die dann die Wirkung verstärken.

Bei den Wimmelbildern muss man teilweise erst x von einer Gruppe suchen, um die Liste freizuschalten, diese Wortsuchliste gibt es dann mal ohne, mal mit Interaktionen. 2x gibt es veränderliche Objekte, um die Liste freizuschalten, diverse Suchszenen sind einfach so zu erreichen. Zur Abwechslung Umriss-Suche zum Teil mit Bilderrätsel und das immer beliebter werdende Objekt suchen und einsetzen in Buchseiten. Die Wimmelbildszenen wirken oft langatmig und lassen, wie das gesamte Spiel, ein kleines Fünkchen vermissen. Als Alternative gibt es ein Murmelspiel, das aber nicht sonderlich gut gemacht ist, man trifft die richtigen Farben viel zu oft nicht.

Werkzeuge, die du findest, sind durchweg zum einmaligen Einsatz gedacht, auch gibt es hier keinerlei Versuche, mal kreativ mit Objekten umzugehen. Stur ignoriert auch Amaranthine Voyage: Das Obsidianbuch, wie viele andere Spiele, die Tatsache, dass jeder vernunftbegabte Mensch mit einer großen Aufgabe, nicht zwangsläufig warten würde, bis er den nächsten Hammer findet oder Sandpapier für das abkratzen einer Eisschicht finden kann, sondern Dinge mit einem Stein zerschlagen würde. Nur als Beispiel gesehen... solche Unsinnigkeiten kennt ja jeder, der öfter spielt. Und natürlich landen wir sozusagen zwangsläufig in einer Zelle und ebenso zwangsläufig werden wir nur dort eingesperrt, wo völlig bescheuerte Bösewichte so ziemlich alles liegen lassen, was uns hilft uns zu befreien. Und ehrlich - wie viele Zellen gibt es, die den Türöffner-Mechanismus gleich in die Zelle selbst eingebaut haben? Vielleicht ist das der Clou solcher Spiele - die Bösen sind grundsätzlich strohdumm und tun alles erdenklich Mögliche, um den Guten zu helfen, sie zu besiegen. So glauben Entwickler und Geschichtenerzähler, dass wir der Realität entkommen sollen. In der es in der Regel ja genau umgekehrt ist.

Puzzletechnisch hat sich Eipx bei den 24 Puzzles nicht allzu viel Mühe gegeben. Viele sind mit einem Klick zu schaffen, die Variante Memory finden wir in diversen Ausführungen. Zwei oder drei haben dann doch etwas mehr Puzzlecharakter, aber ärgerlich sind vor allem die, die mit ein oder zwei Klicks zu lösen sind. Die Spielzeit ist aber, trotz dieser Schnellschusspuzzles durchaus im mittleren bis oberen Teil der Skala.

Langsame Animationen, auch in Wimmelbildern, wo du so manches Mal abwarten musst, bevor du das nächste Objekt nimmst. Klicks werden oftmals nicht am gesamten Objekt angenommen, sondern nur an einem kleinen Punkt. Das gilt nicht nur für Wimmelbildszenen, sondern auch, wenn Gegenstände aus dem Inventar abgelegt oder eingefügt werden müssen. Zusätzlich ist in diversen Suchszenen der Klickradius unten sehr groß und man gerät leicht beim Versuch, etwas anzuklicken, aus der Szene heraus. Auch deshalb weil Eipix gern unten Dinge hinlegt, die gesucht werden, aber doppelt in der Szenen vorhanden sind. Natürlich ist das Teil unten meist das Falsche.... merkst du halt, wenn du mal wieder weg vom Fenster bist.

Sammelobjekte: Bücher - findest du alle, kannst du dir den künstlerischen Entstehungsprozess des Harmonium-Artefaktes ansehen. Hast du an einem oder mehreren Orten Bücher übersehen, bekommst du nach Abschluss des Bonus-Spieles die Möglichkeit, ebendiese Orte aufzusuchen und die Bücher noch zu finden. Es gibt ausserdem einen Souvenir-Raum - er verschafft dir die Möglichkeit an jedem gespielten Ort noch einen Gegenstand zu finden. Hier gibt es deutliche Ladezeiten, die auch im Hauptspiel manchmal auftauchen. Das Making Of zeigt filmisch die Entstehung von Szenen, du kannst die Puzzle, die Wimmelbilder und das alternative Murmelspiel endlose spielen. Dazu kommen Musik, Bilder und die Einspieler zum ansehen/-hören. Das Extra-Spiel hat eine gute Dauer und lässt dich die Zeit erleben, bevor du (im Hauptspiel) engagiert wirst.
Und obwohl die Sammlerextras umfangreich sind, ist diese nicht zu empfehlen. Warum viel für etwas bezahlen, was in der Normalversion mal gerade eben am Durchschnitt kratzt? Gedacht waren diese Sammlereditionen laut Paul Thelen, dem ehemaligen Besitzer vom BigFish Games, um Budgets zu schaffen, die bessere Normalversionen ermöglichen. Dies ist nie passiert. Vor allem die Spielzeiten werden seit Jahren immer kürzer. Sammlereditionen sind nur dann empfehlenswert, wenn das Hauptspiel ein absolutes Topspiel und die Sammlerextras hochwertig sind. Dies ist hier, wie meistens, nicht der Fall.

Es ist Eipix und damit grafisch gut. Doch trotz Basil als Teilzeithelfer und dem magischen Helferartefakt, einem guten und einem bösen Protagonisten; so Recht in Schwung kommt Amaranthine Voyage: Das Obsidianbuch nie. Das liegt nicht zuletzt an der immer wieder gleichen Puzzleart, den langatmigen Suchszenen (und der schlecht ausbalancierten Alternative) und der eher dürftigen Geschichte, die vor allem zum Ende hin nicht wirklich viel Sinn macht.
Amaranthine Voyage: Das Obsidianbuch kann man spielen und man wird es nicht wirklich bereuen - man verpasst aber nichts, wenn man nicht spielt.

 


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