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Alexander der Große: Geschichten der Macht


tassentassentassen
Herausgeber: Playrix
Entwickler: Stella Games

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Autor: Claudia K.
Datum: 18.04.2013

Wimmelbild-Abenteuer mit kleinen, attraktiven Extras
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Drei Artefakte bekam Alexander der Große von seiner Mutter, Dolch, Ring und Krone. Diese drei sollten ihm zu einer allumfassenden Weltmacht verhelfen. Nun, viele Jahrhunderte später, bekommst du einen Anruf von einer Gesellschaft, die versucht, das Geheimnis um diese drei Relikte zu lösen. Klar ist, dass die Nachfahren des Alexanders gebraucht werden, um die Artefakte zu aktivieren. Und du bist einer von ihnen.

Gemeinsam mit Oskar, einem Mitarbeiter der Gesellschaft, machst du dich auf die Suche und reist dafür um die halbe Welt. Doch du bist nicht der einzige Nachfahre. Ein Krimineller namens Gregory hat den Dolch und er hat nichts Gutes damit vor. Er will alle Relikte und seine Intention ist keine gute. Wirst du es schaffen, ihm immer einen Schritt voraus zu bleiben?

Grafisch ist Alexander der Große: Geschichten der Macht gut und interessant. Natürlich sind die Wimmelbilder zugemüllt, keine Frage. Aber den einzelnen Szenen sieht man wahrlich an, wo genau sie gelegen sind und sie passen sich damit hervorragend an. Das führt dazu, dass man z.B. in einer Sand- oder Kiesgrube, in einer Steinruine oder in hohem Gras nach den Listenobjekten durchaus auch mal etwas genauer schauen muss. Sie sind nicht unfair versteckt, aber die Umgebung ist ablenkend und "irritierend" für unsere Augen. Vor allem für all jene, die bei von den "großen" Wimmelbild-Puzzle-Abenteuern inzwischen gewohnt sind, dass einem die Teile ins Gesicht springen, weil man dort wohl "Suchen" für eine nicht-relevante Tätigkeit in einem Wimmelbild hält.

Puzzle gibt es viele, sie sind eher leicht und bewegen sich im üblichen Rahmen; sprich: Nichts, was wir nicht schon unzählige Male in immer den gleichen Varianten gesehen haben. Das ist kein Pluspunkt, aber immerhin: Da auch der Spielraum eher begrenzt ist, verbringt man die 4-5 Stunden Spielzeit mit dem Spiel und seinem Verlauf, nicht mit sinnlosem Gerenne oder endlosen Videoszenen. Wobei die Telefongespräche mit Oskar durchaus einen gewissen Nervfaktor haben, allerdings kann man sie überspringen.

Noch mehr als Puzzles gibt es Wimmelbilder. Suchfreunde werden hier definitiv angesprochen, der Tipp zeigt dir einen beliebigen Gegenstand. Interaktive Objekte gibt es nicht, aber (ohne Farbanzeige in der Suchwortliste) manchmal musst du Dinge verschieben, um Gegenstände zu finden. Dies gilt auch außerhalb der Wimmelbilder. Es lohnt sich immer, sorgfältig die einzelnen Szenen abzusuchen, denn es gibt zwar häufig Nahansichten, aber eines gibt es bei Alexander der Große: Geschichten der Macht nicht: Glitzer. Eine Modus-Wahl gibt es ebenfalls nicht und so sucht jeder mit den gleichen Bedingungen. Es ist halt doch ein "Abenteuer" und zwar eines, das vom Spieler erwartet, dass dieser ein klein wenig Selbstständigkeit zeigt.

Unschön sind in der deutschen übersetzung falsche Bezeichnungen und nicht immer klare Aufgabenstellungen. Da hat man eher nachlässig drübergeschaut und es stellt sich auch hier die Frage, warum Spieler, die übersetzte Versionen haben, eigentlich den gleichen Preis für schlechtere Qualität bezahlen müssen.

Auch geschichtlich ist das Spiel nicht wirklich großartig. Die Tatsache, dass Alexander als blonder Jüngling dargestellt wird, mag noch verzeihlich sein, historische Genauigkeit ist nicht unbedingt ein Attribut in Wimmelbildspielen. Aber auch sonst vermeidet es das Spiel tunlichst, dem Spieler genauer zu erklären, woher gewisse Erkenntnisse kommen. Du reist um die Welt, erledigst, was man dir aufträgt, entwickelst zwar ab und an tatsächlich Eigeninitiative, aber im Grund bleibt alles etwas wischiwaschi. Auf der positiven Seite: Einige Male wirst du in die Vergangenheit reisen, um so in der Gegenwart weiter kommen zu können. Und hier fällt auf, dass man einigen Dingen doch Aufmerksamkeit geschenkt hat: Neuzeitliche Objekte wird man in der Vergangenheit nicht finden, die Orte sind immer der zeitlichen Periode angepasst.

Der Tipp wird dir meist anzeigen, wo du als nächstes hinzugehen hast, einige Szenen sind auch mit "Gleitfunktion" versehen, so dass du deinen Blickwinkel etwas erweitern kannst. Wie bereits erwähnt, pro Ort ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, der Mauszeiger wird durch verschiedene Symbole anzeigen, wo es etwas zu tun gibt. Eine Karte gibt es auch, du benötigst sie zum einen, um in die verschiedenen Länder zu reisen. Dabei erhältst du im übrigen mit deinem Smartphone jeweils interessante Fakten über die Stadt, die du besuchst. Auch sonst ist die Karte durchaus aussagekräftig sie zeigt, wo du bist und wo es etwas zu tun gibt. Eine nette Idee: Wer einzelne Kapitel nach Abschluss des Spieles noch einmal spielen möchte, kann dies über die Karte tun - jedes Kapitel ist einzeln anwählbar.

Die Sammler-Edition allerdings ist ein Scherz und ein schlechter dazu. Das Bonusspiel ist ein Kapitel mittendrin, dauert schätzungsweise 20 Minuten, wobei diejenigen in der Spielerriege, die ein Labyrinth problemlos mit einer Karte durchqueren können, vermutlich auch schneller sein können. Das Besondere an diesem Kapitel ist der 3D-Effekt. Der macht sich bei diesen Unterwasserszenen zwar gut, aber da dies auch das einzige Extra der Sammler ist, rechtfertigt es auf gar keinen Fall den Preis.

Alexander der Große: Geschichten der Macht hinterlässt gemischte Gefühle. Die Sammler-Edition könnte wütend machen. Die teilweise nicht gelungene übersetzung und die einfachen Puzzle lassen auf Nachlässigkeit schließen. Für einen Abenteuer-Freund ist zwar die "Glitzerlosigkeit" sicherlich positiv, aber es sind zu viele Wimmelbilder. Und auch wenn man versucht hat, Gradlinigkeit zu vermeiden: Durch die abgeschlossenen Kapitel und verhältnismäßig kleinen Orte bleibt dies aber nicht immer aus. Dafür aber ist die Spielzeit gut und an vielen Stellen im Spiel merkt man, dass die Entwickler mit kleinem Budget Großes anbieten möchten. Das Spiel ist durchaus abwechslungsreich und unterhaltsam; den Probedownload sollte man auf jeden Fall in Erwägung ziehen.


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