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Abandoned: Das Geheimnis von Chestnut Lodge


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Lazy Turtle Games


Download: BigFish Games.de

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Autor: JL
Datum: 24.06.2012
Deutsch: 11.08.2012

Schulnoten - Spielidee: 1, Spielaufbau: 3-, Steuerung: 1, Grafik: 2, Musik: 2, Wiederspielbarkeit: 2, Suchtfaktor: 3-
Spielprinzip: Wimmelabenteuer
Rahmenhandlung: Du versuchst, einem Albtraum zu entrinnen.
Schwierigkeit: wählbar (einfach, fordernd), insgesamt durchschnittlich
Optionen: Musik und Sound/ Vollbild und Breitbild/Cursor/Helligkeit

In einem heruntergekommenen Gebäude läufst Du um Dein Leben, Dein Verfolger ist Dir dicht auf den Fersen. Allnächtlich erlebst Du diesen Albtraum. Eines Abends, dem Traum bist Du durchs Erwachen entkommen, siehst Du im Fernsehen die Nachricht, dass man die Leiche eines Jungen gefunden habe. Du erkennst den Fundort sofort: Der tote Junge wurde im Gebäude Deiner Verfolgungsträume entdeckt. In der Hoffnung, die Träume ein für allemal zu beenden, machst Du Dich auf den Weg zu diesem Haus.

Um die Geschichte aufzuklären, bedienst Du Dich der in Wimmelabenteuern üblichen Mittel: Nahansichten, in denen Du Dinge findest oder Inventarobjekte einsetzt und Wimmelbilder, in denen Du neben sehr viel überflüssigem Zeug, versteht sich nützliche Gegenstände findest. Vorher legst Du allerdings fest, ob Du Dein Abenteuer schmerzhaft oder fettarm absolvieren möchtest; im einfachen Modus machen sich Wimmelbilder durch Glitzern bemerkbar, der Tipp lädt schneller auf. Im fordernden Modus entfallen die optischen Hinweise und der Tipp lädt gemächlich.

Die Suchlisten fast aller Wimmelbilder enthalten interaktive Objekte, die durch 1-Klick-Aktionen gefunden werden. Diese Interaktionen erfordern vor allem ein gutes Auge, selten Fantasie. Die Wimmelbilder selbst sind nicht überladen, jedoch kleinteilig und farblich mitunter arg angeglichen, sodass es einige Zeit dauert, sie zu abzuarbeiten. Der Tipp ist dabei durchaus nützlich, denn er zeigt übersehene Objekte präzise an; wenn Du zwei Gegenstände kombinieren musst, kennzeichnet er beide.

Im einfachen Modus blitzen interessante Stellen auf, wobei sich diese optische Hilfe so viel Zeit lässt, dass Du meinst, es Dir vielleicht nur eingebildet oder mit Regen verwechselt zu haben. Um sicher zu gehen, dass Du nichts übersiehst, musst Du die Szene deshalb mit der Maus scannen. Aus den Nahansichten erfährst Du manchmal via Selbstgespräch, was dort fehlt oder was es bedeutet, gelegentlich sind die Kommentare jedoch eher verwirrend als erhellend. Tatsächlich wichtige Erkenntnisse sowie die Geschichte findest Du im Tagebuch wieder. Wenn Du trotzdem einmal ratlos sein solltest, hilft Dir der unauffällig am rechten oberen Bildschirmrand untergebrachte Guide. Nur ihm, weder der Einleitung noch dem Tipp, ist zu entnehmen, dass es in einigen Szenen veränderliche Objekte gibt. Du findest sie ausschließlich, indem Du mehr oder weniger zufällig darauf klickst. Wozu sie taugen? Das ist eine ausgezeichnete Frage, Watson.

Wie diese Lösungshilfe ohnehin ein paar Fragen aufwirft, wenn sie beispielsweise etwas als veränderliches Objekt markiert, das gar keins ist oder Wimmelbildlösungen angeboten werden, die schon deshalb überflüssig sind, weil die Suchlisten zufällig erstellt werden, ausgenommen die interaktiven Objekte. Aber wir wollen nicht meckern, denn immerhin handelt es sich bei diesem Spiel um eine Normalversion, die mit einer größtenteils stimmigen Lösungshilfe, ein paar Extras und einer guten Spielzeit von etwa viereinhalb Stunden ausgestattet ist.

Musik, Sounds und Grafik sind atmosphärisch gehalten; die Idee ist durchschaubar, es gibt freilich auch schlechtere Handlungsrahmen. Insofern schneidet das Spiel nicht übel ab, es ist im Großen und Ganzen ordentlich erdacht und komfortabel zu spielen. Minispiele sind selten, etwa alle 45 Minuten spielst Du eins. Sie sind zwar recht konventionell und leicht lösbar, bedienen aber jede Vorliebe. Der Abenteueranteil beschränkt sich im Wesentlichen auf Lauferei und Fahrstuhlfahren, eine Karte ist nicht vorhanden. Wimmelbilder bekommst Du bis zur übersättigung und das ist schade, denn dadurch wird Abandoned: Chestnut Lodge Asylum zu einem Spiel, an dem mehrheitlich nur Sucher wirklich Spaß haben dürften. Wobei Spaß thematisiert werden ängste in ihrer destruktiven Form, Du wirst eine Menge unangenehmer Dinge sehen, die teils gruselig, teils eklig sind.

Am Ende wird Dir ein Schluss präsentiert, der endgültiger kaum sein könnte und die Geschichte gut abrundet. Insgesamt hat Lazy Turtle ein durchschnittliches Spiel kreiert, das durch Einzelheiten überzeugt, die gute Grafik, wirksame Effekte und eine schlüssige Geschichte vor allem. Abenteurern und Knobelfreunden ist zum Kauf ebenso wenig zu raten wie empfindlichen Gemütern, aber abgebrühte Sucher werden das Spiel zu schätzen wissen.


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